Region · Österreich

Tirol

Zwischen dem türkisen Achensee, den Gletschern des Zillertals und dem Goldenen Dachl von Innsbruck liegt das Alpenland, in dem Deutsche seit Generationen wandern und Ski fahren.

9 Städte54 Sehenswürdigkeiten46 Hotels
Überblick

Deine Tirol auf einen Blick

Beste Zeit
Dezember–März (Ski), Juli–September (Bergtouren, Biken); April–Juni für gemäßigtes Wandern
Gut für
Skifahren, Hochgebirgswandern, Mountainbiking, Städtetrip mit Bergpanorama
Anreise
Flughafen Innsbruck (Stadtbus 'F' in ~20 Min. zum Hbf); ÖBB/DB-Bahn meist über München nach Innsbruck
Hauptstadt
Innsbruck
Basis
Innsbruck als Ausgangspunkt; alternativ Zillertal, Ötztal oder Stubaital
Tipp
Viele Skigebiete sind bahnanreisefreundlich — Auto oft verzichtbar
Die Region

Was Tirol ausmacht

Tirol ist für viele Deutsche das Tor in die Alpen: In Innsbruck führt die Nordkettenbahn in gut zwanzig Minuten von der Altstadt mit dem Goldenen Dachl hinauf ins Hochgebirge, im Norden liegt der türkise Achensee als größter See des Landes. Von hier ziehen sich die großen Täler ins Gebirge – das Zillertal mit dem ganzjährig befahrbaren Hintertuxer Gletscher und Mayrhofens Harakiri-Piste, das Ötztal mit Sölden und dem Thermalbad Aqua Dome, dazu die Wintersportadressen Kitzbühel, Ischgl und St. Anton am Arlberg. Tirol hat zwei Hauptsaisonen: den Sommer der Almen, Klettersteige und Bergseen und den Winter, in dem an der Streif jeden Januar das Hahnenkamm-Rennen talwärts rast. Eine Region, die sich mit Wanderschuh und mit Skiern gleichermaßen erschließt.

Reiseführer

Tirol von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Kufstein weitet sich das Inntal, und plötzlich stehen sie links und rechts – die grauen Felswände des Kaisergebirges und des Karwendels, mit Schnee in den Rinnen bis in den Juni. Tirol beginnt nicht am Grenzbalken, sondern in dem Moment, in dem die Autobahn zwischen zwei Gebirgszügen einklemmt, das Radio ins Österreichische kippt und du zum ersten Mal die Fenster runterkurbelst, weil die Luft nach Fichtenharz und kaltem Fluss riecht.

Innsbruck & Sehenswürdigkeiten

Innsbruck und die großen Sehenswürdigkeiten in Tirol

Vom Balkon des Goldenen Dachls schaust du auf eine Altstadt, hinter deren Giebeln die Felswände der Nordkette senkrecht in den Himmel stehen – Stadt und Hochgebirge auf einem einzigen Blick.

Innsbruck ist der beste Startpunkt, und das Goldene Dachl ist der logische erste Halt: der spätgotische Prunkerker, den Kaiser Maximilian I. um 1500 mit 2657 vergoldeten Kupferschindeln decken ließ, damit er von hier oben Turnieren und Schauspielen zusehen konnte. Von der Altstadt sind es wenige Schritte zur Hofkirche mit den überlebensgroßen Bronzefiguren der Schwarzen Mander rund um Maximilians leeres Grabmal und zum Dom St. Jakob. Die Maria-Theresien-Straße mit der Annasäule öffnet den klassischen Postkartenblick auf die Nordkette – geh ihn früh, bevor die Fußgängerzone voll ist.

Das Erlebnis, das Innsbruck von jeder anderen Alpenstadt abhebt, ist die Nordkettenbahn. Von der Station am Kongresshaus – einer der von Zaha Hadid entworfenen, wie geschmolzenes Eis geformten Haltestellen – bringt dich die Hungerburgbahn hinauf, dann übernimmt die Seilbahn bis zur Bergstation Hafelekar auf rund 2256 Metern, knapp unter die 2334 Meter hohe Hafelekarspitze. In gut zwanzig Minuten wechselst du vom Café in der Altstadt in eine Felslandschaft mit Blick über die halbe Stadt und tief ins Karwendel. Nimm eine Jacke mit: Oben ist es auch im Hochsommer empfindlich kühl und windig, während unten am Inn 28 Grad herrschen.

Zwei Ausflüge lohnen sich rund um die Stadt. Die Bergiselschanze über dem Zentrum, ebenfalls von Zaha Hadid gestaltet, kombiniert Sprungschanze, Aussichtsplattform und Café im Turmkopf – hier springen im Januar die Athleten der Vierschanzentournee. Und im nahen Wattens funkeln die Swarovski Kristallwelten mit ihren begehbaren Wunderkammern, ein Ziel vor allem bei Regen und mit Kindern. Schloss Ambras am Südhang zeigt die Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands II. in einem Renaissanceschloss mit weitem Park.

Für die klassischen Tiroler Sehenswürdigkeiten außerhalb Innsbrucks planst du eigene Tage ein: Kufstein mit seiner mächtigen Festung über dem Inn und der Heldenorgel, die mittags über die Dächer schallt; Rattenberg als kleinste Stadt Österreichs mit ihrer Glasbläsertradition; und das Stift Stams im Oberinntal, eine barocke Zisterzienserabtei mit gedrehten Türmen. Wer nach Osttirol fährt, findet in Lienz die von den Lienzer Dolomiten überragte Sonnenstadt – geografisch vom übrigen Tirol durch Salzburg und den Felbertauern getrennt.

Sehenswürdigkeiten in Tirol

Alle 54 Sehenswürdigkeiten
Skigebiete & Winter

Die Skigebiete in Tirol von Kitzbühel bis St. Anton

Wenn im Dezember die Schneekanonen über Nacht laufen und du am Morgen als Erster die frisch präparierte Piste vor dir hast, spürst du, warum halb Deutschland zum Skifahren nach Tirol fährt.

Die Skigebiete in Tirol von Kitzbühel bis St. Anton
Skigebiete & Winter

Tirol ist Österreichs Skiland mit der größten Dichte an Wintersportorten, und die Namen kennt fast jeder Skifahrer. St. Anton am Arlberg gilt als eine der schneesichersten und schneereichsten Adressen der Ostalpen und gehört zum Verbund Ski Arlberg, dem größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit über 300 Pistenkilometern rund um Lech, Zürs und Stuben. St. Anton ist steil, sportlich und berühmt für sein Tiefschneegelände und einen Après-Ski, der schon am Nachmittag am MooserWirt beginnt. Wer sichere Kanten und ein paar Buckelpisten sucht, ist hier richtig; blutige Anfänger fühlen sich anderswo wohler.

Ischgl im Paznauntal ist das Party-Skigebiet schlechthin, oft als Ibiza der Alpen tituliert: Die Silvretta Arena verbindet den Ort über die Höhe mit dem zollfreien Samnaun in der Schweiz – die Grenze überquerst du auf Skiern. Zur Saisoneröffnung und zum Saisonende steigen die Top-of-the-Mountain-Konzerte mit internationalen Stars direkt auf der Idalp. Das Pistenangebot ist breit und hoch gelegen, also lange schneesicher; der Ort selbst ist auf Feiern ausgelegt, ruhesuchende Familien weichen ins benachbarte Galtür aus.

Sölden im Ötztal punktet mit Höhe: Zwei Gletscher – Rettenbach und Tiefenbach – und Pisten bis über 3000 Meter machen den Ort extrem schneesicher, weshalb hier Ende Oktober traditionell der alpine Ski-Weltcup eröffnet. Drei Dreitausender sind mit Bahnen erschlossen, dazwischen führt die Gletscherstraße bis fast auf den Gipfel.

Kitzbühel ist der große Name im Osten Tirols und ein Gebiet ganz eigener Prägung. Es liegt niedriger als die Gletscherorte und setzt darum auf breite, sorgfältig präparierte Hänge und eine der stärksten Beschneiungsanlagen der Alpen. Der Mythos ist die Streif am Hahnenkamm, die im Januar beim Hahnenkamm-Rennen mit Mausefalle und Steilhang die Weltelite fordert – als normaler Gast fährst du die legendäre Abfahrt in entschärfter Form als sogenannte Familienabfahrt. Rund um Kitzbühel und den Hahnenkamm spannt sich ein weites Pistennetz bis zum Kitzbüheler Horn und in die Nachbarorte Kirchberg und Jochberg; die Gamsstadt ist mondän und im Winter teuer, das Skifahren selbst aber genussorientiert und breit angelegt.

Ein praktischer Hinweis zur Planung: Viele Tiroler Orte fahren mit Skiverbünden, die mehrere Gebiete auf einem Skipass bündeln – Ski Arlberg, die Zillertaler Skigebiete, der Ötztaler Superskipass. Rechne durch, ob sich das für deine Aufenthaltsdauer lohnt, oder ob ein Tages- beziehungsweise Mehrtagespass fürs Hausskigebiet reicht. In den Weihnachtsferien und über Fasching sind Unterkünfte und Lifte am teuersten und vollsten; wer flexibel ist, fährt im Januar zwischen den Ferienblöcken oder im März, wenn die Tage länger und die Sonnenterrassen wärmer werden.

Wandern & Seen

Wandern in Tirol und der Sommer am Achensee

Am frühen Morgen liegt der Achensee glatt und türkis zwischen den Wänden von Karwendel und Rofan, das erste Ausflugsschiff zieht eine Linie ins Wasser, und über dir ruft schon der erste Wanderer vom Höhenweg.

Der Achensee im Norden ist Tirols größter See und wird gern als Tiroler Meer bezeichnet: rund neun Kilometer lang, in tiefem Türkis, eingezwängt zwischen dem Karwendel im Westen und dem Rofangebirge im Osten. Das Wasser bleibt allerdings kühl – der See wird von Bergbächen gespeist und erreicht selbst im Hochsommer selten mehr als zwanzig Grad, was Segler, Kiter und Stand-up-Paddler weniger stört als Badegäste. Von Jenbach im Inntal schnauft die historische Achenseebahn, eine Dampf-Zahnradbahn von 1889, hinauf an den See; oben nimmst du das Schiff nach Pertisau oder steigst direkt in die Wanderung ein.

Zum Wandern gliedert sich Tirol in zwei Welten: die schroffen Kalkgebirge im Norden – Karwendel, Kaisergebirge, Rofan, Wetterstein mit der Zugspitze an der Grenze – und die vergletscherten Zentralalpen im Süden mit Ötztaler und Zillertaler Alpen. Am Achensee führen gemütliche Uferwege ebenso wie ausgesetzte Höhenrouten los; die Rofan-Seilbahn ab Maurach spart die Höhenmeter und setzt dich mitten ins Gipfelgelände, wo der Adlerhorst-Steig und der Fünf-Gipfel-Klettersteig warten. Wer es sanfter mag, umrundet Teile des Sees oder wandert ins stille Karwendeltal.

Für ambitionierte Bergtouren sind die Talschlüsse der großen Seitentäler der Ausgangspunkt. Im Zillertal führt der Berliner Höhenweg als anspruchsvolle Hüttentour über mehrere Tage durch die vergletscherte Bergwelt; im Ötztal locken die Gipfel rund um Obergurgl und die Wege ins Venter Tal, Ausgangspunkt vieler Dreitausenderbesteigungen. Für alle gilt: Prüfe die Bergbahn-Betriebszeiten und die Wetterlage am Vorabend, nimm Regen- und Kälteschutz mit, und wende dich bei mehrtägigen Touren an die Alpenvereinshütten, die du in der Sommersaison unbedingt vorab reservieren solltest.

Rund um Innsbruck und Seefeld findest du das familientaugliche Gegenprogramm. Seefeld liegt auf einem sonnigen Hochplateau und ist eine der bekanntesten Langlauf- und Nordic-Destinationen der Alpen – hier fand 2019 die Nordische Ski-WM statt –, im Sommer wandert man hier auf weiten, kaum steilen Wegen mit Blick auf die Wettersteinwände. Auch die Mittelgebirgsterrassen über Innsbruck, etwa die Sonnenplateaus von Igls und Mutters oder die Zirbenwege am Patscherkofel, sind ideal für Halbtageswanderungen ohne alpine Erfahrung. Fast überall bringen dich Bergbahnen bequem auf Ausgangshöhe.

Aktivitäten & Touren in Tirol

Alle 29 Aktivitäten
Zillertal & Mayrhofen

Zillertal und Mayrhofen zwischen Gletscher und Almen

Ganz hinten im Zillertal, wo die Straße im Hintertux endet, fahren die Gondeln auch im August über blankes Gletschereis – während unten im Tal die Kühe auf den Almwiesen stehen.

Zillertal und Mayrhofen zwischen Gletscher und Almen
Zillertal & Mayrhofen

Das Zillertal ist das breiteste der großen Tiroler Seitentäler und zweigt bei Jenbach vom Inntal nach Süden ab. Es fasst mehrere Skigebiete unter einem Dach zusammen – die Zillertal Arena, Hochzillertal-Hochfügen, das Skigebiet Mayrhofen und ganz hinten den Hintertuxer Gletscher, der als einziges Skigebiet Österreichs an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist. Wer im Sommer Skifahren will, findet hier die Möglichkeit; wer im Winter Kilometer sammeln will, fährt mit dem Zillertaler Superskipass durch alle Gebiete. Durch das Tal tuckert außerdem die schmalspurige Zillertalbahn, teils noch mit Dampf.

Mayrhofen am Talschluss ist der bekannteste Ort und ein Ganzjahresziel. Über dem Ort thronen zwei Hausberge: der Penken als sportliches Skigelände und der Ahorn als sonnige Familien- und Genießerseite. Berühmt-berüchtigt ist die Harakiri, mit 78 Prozent Gefälle die steilste präparierte Piste Österreichs – ein Ziel für sichere Fahrer, kein Anfängerhang. Im Sommer starten von Mayrhofen Klettersteige, Mountainbike-Trails und die mehrtägige Runde des Berliner Höhenwegs; der Actionpark und die Adlerbühne am Ahorn machen den Berg auch für Familien attraktiv.

Ein Naturhighlight liegt etwas versteckt: Der Schlegeisspeicher hinten im Zemmgrund staut sein Wasser in tiefem Türkis vor den vergletscherten Dreitausendern des Alpenhauptkamms. Über die mautpflichtige Schlegeis-Alpenstraße fährst du im Sommer hinauf; von dort führen Wege zu den Alpenvereinshütten und über den Pfitscherjoch-Pass nach Südtirol. Achte auf die Verkehrsregelung – an schönen Tagen ist die Straße zeitweise nur im Wechsel befahrbar, und die Parkplätze am Stausee füllen sich früh.

Kulinarisch und kulturell hat das Zillertal seinen eigenen Charakter: Der Zillertaler Bergkäse und der kräftige Graukäse gehören auf jede Almjause, und die Tradition der Zillertaler Volksmusik ist hier keine Folklore für Touristen, sondern lebt in den Dörfern weiter. Für einen entspannten Regentag bietet sich die Erlebnistherme Zillertal in Fügen an. Und wer die Enge des Haupttals verlassen will, biegt in eines der stillen Gründe ab – ins Tuxertal, ins Zillergrund oder ins Gunggltal –, wo die Almen noch bewirtschaftet werden und der Trubel schnell hinter dir liegt.

Ötztal & Sölden

Ötztal und Sölden zwischen Gletscher und Aqua Dome

Im Ötztal schraubt sich die Straße von Terrasse zu Terrasse immer höher hinauf, bis auf über 1900 Meter in Obergurgl – und über allem hängen die Gletscher, aus denen einst der Ötzi ins Tal geriet.

Das Ötztal ist mit rund 65 Kilometern das längste Seitental der Ostalpen und steigt von Ötz bei 800 Metern bis zu den Gletscherorten Obergurgl und Hochgurgl auf über 1900 Meter an. Es ist ein Tal der Superlative: die höchstgelegene Pfarrkirche Österreichs, dutzende Dreitausender, der Rettenbach- und der Tiefenbachgletscher über Sölden. Berühmt wurde das Gebiet 1991 durch einen Zufallsfund am Tisenjoch nahe der Grenze zu Südtirol – die Gletschermumie Ötzi, heute im Museum in Bozen, aber im Ötztal mit einem eigenen Themenweg und dem Aussichtspunkt am Fundort präsent.

Sölden ist das Herz des Tals und ein Ort der Höhenmeter: Über die Ötztaler Gletscherstraße, eine der höchsten asphaltierten Straßen der Alpen, fährst du im Sommer bis fast auf 2800 Meter an den Rettenbachgletscher. Am Gaislachkogl thront das futuristische Gipfelrestaurant ice Q, das als Kulisse für einen James-Bond-Film diente; nebenan erzählt die Erlebniswelt 007 Elements die Filmgeschichte. Im Winter ist Sölden dank der Gletscher eines der schneesichersten Skigebiete überhaupt, im Herbst eröffnet hier der alpine Ski-Weltcup mit dem Riesenslalom am Rettenbach.

Für den Sommer ist die Timmelsjoch-Hochalpenstraße das große Erlebnis: Die mautpflichtige Passstraße verbindet Sölden über 2509 Meter mit dem Südtiroler Passeiertal, gesäumt von architektonischen Aussichtsstationen des Museums Timmelsjoch Erfahrung. Die Straße ist nur im Sommer offen und im Winter gesperrt. Wer nicht selbst kurbeln will, findet im Tal ein dichtes Netz aus Bergbahnen, Klettersteigen und dem längsten Klettersteig-Angebot der Region rund um die Geierwand.

Das entspannte Kontrastprogramm liefert der Aqua Dome in Längenfeld: eine großzügige Thermen- und Wellnessanlage mit schwebenden Außenbecken vor der Bergkulisse, gespeist aus einer schwefelhaltigen Heilquelle. Nach einem langen Wander- oder Skitag ist das Thermalwasser genau das Richtige, und bei Schlechtwetter rettet die Therme jeden Familienurlaub. Rund um Umhausen lohnt außerdem der Stuibenfall, der höchste Wasserfall Tirols, über einen gut gesicherten Steig mit Hängebrücke – ein Halbtagesausflug, der sich auch mit größeren Kindern gut machen lässt.

Rundreise & Route

Tirol-Rundreise für eine Woche im Überblick

Die klassische Tirol-Runde folgt dem Inntal wie einem roten Faden und biegt an den richtigen Stellen in die Seitentäler ab – hinauf zu Gletschern und Seen, abends zurück ins breite Haupttal.

Für eine Woche im Sommer bietet sich eine Schleife entlang des Inntals mit gezielten Abstechern an: Start in Innsbruck mit zwei Nächten für Altstadt, Nordkette und die Ausflüge nach Wattens und Ambras. Dann nach Norden an den Achensee für einen Tag am Wasser und eine Wanderung im Rofan, weiter über Kufstein mit seiner Festung. Von dort ins Zillertal – Mayrhofen als Basis, mit einem Tag am Hintertuxer Gletscher oder am Schlegeisspeicher. Zum Abschluss ins Ötztal nach Sölden, mit der Gletscherstraße, dem Aqua Dome und, wer mag, der Timmelsjoch-Fahrt nach Südtirol.

Wechsle nicht jede Nacht die Unterkunft. Zwei bis drei Standquartiere reichen für die ganze Runde: eines im Raum Innsbruck oder Inntal für die Stadt, den Achensee und Kufstein, eines im Zillertal und optional eines im Ötztal. Von dort fährst du sternförmig los – die meisten Etappen bleiben unter anderthalb Stunden, du packst nur zwei- oder dreimal den Koffer, und abends sitzt du wieder auf derselben Terrasse statt an der nächsten Rezeption. Gerade mit Kindern oder mit Bergausrüstung im Kofferraum macht das den Unterschied zwischen Reise und Umzug.

Im Winter dreht sich die Logik um: Dann buchst du sinnvollerweise einen einzigen Ort für die ganze Woche und fährst von dort täglich in dessen Skigebiet, statt herumzureisen. Wer trotzdem Abwechslung sucht, wählt einen Ort mit Anschluss an einen Skiverbund – Mayrhofen für die Zillertaler Gebiete, St. Anton für Ski Arlberg, Sölden für den Ötztaler Superskipass. Die Straßen in die hinteren Täler können nach starkem Schneefall zeitweise gesperrt sein; plane An- und Abreise nicht auf einen Samstag mit angekündigtem Neuschnee.

Eine Regionsgrenze ist näher, als die Karte vermuten lässt: Über den Fernpass erreichst du von Nordtirol aus in gut einer Stunde das bayerische Alpenvorland mit Schloss Neuschwanstein, über den Brenner in derselben Zeit Südtirol mit Bozen und den Dolomiten. Beide funktionieren als Tagesausflug oder als Anschlussetappe. Und wer von Sölden über das Timmelsjoch fährt, kombiniert die Ötztaler Gletscherwelt mit dem mediterraneren Meran auf einer einzigen, spektakulären Passfahrt – ein Kontrastprogramm zwischen Firn und Palmen an einem Tag.

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Unterkünfte

Hotel, Ferienwohnung oder Almhütte in Tirol

Wenn abends das letzte Licht die Gipfel rosa färbt und auf dem Balkon der Ferienwohnung noch die Sonne des Tages im Holz steckt, verstehst du, warum viele in Tirol immer wieder denselben Ort buchen.

Das klassische Tiroler Quartier ist der familiengeführte Gasthof oder das Vier-Sterne-Wellnesshotel mit Halbpension – eine Institution, gerade im Winter. Du bekommst Frühstücksbuffet und mehrgängiges Abendmenü, oft mit Sauna und Hallenbad, und musst nach dem Skitag nicht mehr vor die Tür. In den bekannten Orten wie Kitzbühel, Ischgl oder Sölden ist dieses Segment stark ausgebaut und in der Hochsaison entsprechend teuer; buche für Weihnachten, Fasching und die Skiferien Monate im Voraus, viele Häuser vermieten dann nur wochenweise von Samstag bis Samstag.

Die Ferienwohnung ist die flexible und familientauglichere Alternative: eigene Küche für den Einkauf beim Dorf-Bäcker und -Metzger, keine festen Essenszeiten, Platz für alle. Am Bauernhof – über Netzwerke wie Urlaub am Bauernhof vermittelt – wohnst du auf einem arbeitenden Betrieb, die Kinder helfen im Stall, und morgens steht die eigene Milch auf dem Tisch. Das ist die bodenständige, oft günstigere Tiroler Variante, ideal für den Sommerurlaub mit Wandern und ohne festes Programm. Achte auf die Lage: Manche Höfe liegen ein paar steile Kilometer über dem Ort.

Für Bergbegeisterte gibt es zwei besondere Formen. Die bewirtschafteten Alpenvereins- und Schutzhütten hoch in den Bergen sind keine Hotels, sondern einfache Stützpunkte für Hüttenwanderungen – Lager oder Mehrbettzimmer, Halbpension, kein Luxus, dafür Sonnenaufgänge über den Gipfeln. Reserviere in der Sommersaison unbedingt vorab, viele Hütten sind an schönen Wochenenden ausgebucht. Am anderen Ende steht das Chalet oder die private Almhütte zur Alleinmiete, oft mit eigener Sauna und Kaminfeuer – teuer, aber gefragt bei Gruppen und für ruhige Winterwochen abseits des Ortskerns.

Bei der Standortwahl gilt: Für einen reinen Skiurlaub zählt die Nähe zur Talstation oder eine gute Skibus-Anbindung mehr als der Ortskern – viele Gäste unterschätzen, wie mühsam es ist, mit Skischuhen und Kindern weite Wege zum Lift zu gehen. Für den Sommer wählst du einen Ort mit eigener Bergbahn und Wanderbus, dann bleibt das Auto tagsüber stehen. Viele Tiroler Regionen geben ihren Gästen eine Gästekarte, die Bergbahnen, Busse und Bäder ganz oder teilweise abdeckt – frag beim Check-in danach, sie kann eine Familienwoche spürbar günstiger machen.

Hotels in Tirol

Alle 46 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Tirol

Auf der Almhütte stellt die Wirtin die gusseiserne Pfanne mit dem Tiroler Gröstl direkt auf den Holztisch, daneben ein Krug trübes Wasser und ein Stamperl Schnaps – Bergküche ohne Umweg.

Die Tiroler Küche ist Bergküche: deftig, sättigend, aus dem gemacht, was Höhe und langer Winter hergeben. Das Tiroler Gröstl aus Bratkartoffeln, Fleischresten und Zwiebeln mit Spiegelei ist das klassische Restlgericht; die Tiroler Knödel – Speckknödel, Kaspressknödel, Spinatknödel – kommen in der Suppe oder mit Sauerkraut auf den Teller. Auf jeder Almjause landen Speck, Bergkäse und Graukäse mit Bauernbrot. Wer es süß mag, bestellt Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster oder die Zillertaler Krapfen, mit Graukäse und Kartoffel gefüllte Teigtaschen.

Die Almhütte ist der authentischste Ort zum Essen, und sie folgt eigenen Regeln. Bewirtschaftete Almen kochen mittags ein kleines, ehrliches Angebot – Suppe, Knödel, Brettljause, Kaiserschmarrn – und schließen am späten Nachmittag, wenn die letzten Wanderer absteigen. Bargeld ist oben nie verkehrt, nicht jede Hütte nimmt Karte, und das Wasser kommt oft aus dem eigenen Brunnen. Reservieren musst du selten, aber an schönen Sonntagen sind die sonnennahen Hütten am Hausberg früh voll; wer Ruhe sucht, steigt eine Alm höher.

Im Tal reicht das Spektrum vom Gasthof mit bürgerlicher Küche bis zur gehobenen Gastronomie in den Nobelorten. In Kitzbühel, Lech oder Ischgl findest du haubengekrönte Restaurants und entsprechende Preise, während der Dorfgasthof im Seitental noch das Wiener Schnitzel in Tellergröße zum fairen Kurs serviert. Reservieren lohnt in der Hochsaison überall, gerade wenn ganze Hotels ihre Halbpensionsgäste zur selben Zeit ins Dorf entlassen. Achte auf das Kennzeichen Tiroler Wirtshaus – ein Gütesiegel für Betriebe, die regionale Produkte und traditionelle Gerichte pflegen.

Zum Trinken gehört der Obstbrand: Aus dem Zillertal, dem Stanzertal und vielen Höfen kommen Schnäpse aus Zwetschke, Vogelbeere oder Enzian, oft hausgebrannt und als Verdauerl nach dem Essen gereicht. Bier braut man in Tirol traditionsreich, etwa in der Brauerei Zillertal oder bei den kleineren Privatbrauereien im Inntal. Wein wächst hier kaum – dafür ist das benachbarte Südtirol nah, dessen Weiße und Vernatsch auf vielen Karten stehen. Und der Zirbenschnaps oder ein Kräuterbitter aus Latschenkiefer rundet das Bergessen so ab, wie es die Region seit Generationen tut.

Restaurants in Tirol

Alle 46 Restaurants
Mit Kindern

Tirol mit Kindern

Gegen vier am Nachmittag rasen die Kinder zum dritten Mal die Sommerrodelbahn hinunter, während über der Bergstation die Gondeln schaukeln und die Kuhglocken von der Alm herüberklingen.

Tirol ist ein dankbares Ziel für Familien, weil die Berge hier bequem erschlossen sind: Fast jeder größere Ort hat eine Bergbahn, die ohne Schweiß auf Wanderhöhe bringt, und oben warten Themenwege, Spielstationen und Almen mit Streicheltieren. Der Achensee mit Schifffahrt und der historischen Dampf-Zahnradbahn, der Wilde-Wasser-Weg im Stubaital, der Zirbenweg am Patscherkofel oder der Familienberg Ahorn in Mayrhofen mit seiner Adlerbühne sind gute Ziele, die auch kürzere Kinderbeine schaffen. Plane pro Tag ein Hauptziel und rechne genug Zeit für Pausen an der Hütte ein.

Der Sommer bietet ein dichtes Netz an Aktivpunkten. Sommerrodelbahnen gibt es an vielen Bergen – etwa am Nauders, in Imst mit dem Alpine Coaster oder in Fügen –, dazu Erlebnisspielplätze auf den Almen, Klettergärten und leichte Klettersteige für Jugendliche. Der Stuibenfall bei Umhausen mit Hängebrücke, die Swarovski Kristallwelten in Wattens für Regentage und der Alpenzoo in Innsbruck, der höchstgelegene Zoo Europas mit heimischen Alpentieren, funktionieren zuverlässig. Für heiße Tage sind die Thermen – allen voran der Aqua Dome im Ötztal – die sichere Bank.

Im Winter ist Tirol eines der besten Skilern-Reviere: Die Skischulen sind Weltklasse, viele Orte haben eigene Kinderländer mit Zauberteppich und Maskottchen, und Familienskigebiete wie Serfaus-Fiss-Ladis oder die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental rund um Söll setzen konsequent auf den Nachwuchs. Serfaus hat sogar eine eigene Dorfbahn im Untergrund, damit der Ort autofrei bleibt. Wer nicht Ski fährt, rodelt: Präparierte Naturrodelbahnen, viele beleuchtet für die Abendabfahrt, gibt es in fast jedem Tal, dazu Winterwanderwege und Pferdeschlittenfahrten.

Zwei praktische Hinweise sparen Nerven. Erstens die Fahrzeiten: In den Seitentälern brauchen scheinbar kurze Strecken auf kurvigen Bergstraßen länger, als das Navi verspricht, und manchem Kind wird auf Serpentinen flau – plane großzügig und halte für Pausen an. Zweitens die Gästekarte: Viele Regionen geben Familien eine Karte, die Bergbahnen, Busse, Bäder und teils Programme abdeckt und im Sommer oft ein kostenloses Kinderbetreuungs- oder Wanderprogramm enthält. Frag beim Check-in gezielt danach, das ist Geld und geplanter Tagesablauf zugleich.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Tirol mit Auto und Bahn

Kurz vor Kufstein taucht das erste blaue Autobahnschild mit dem weißen Ö auf – und die Erinnerung, dass ohne Vignette an der Windschutzscheibe die nächste Kontrolle teuer werden kann.

Mit dem Auto ist Tirol aus Süddeutschland schnell erreicht: München–Innsbruck sind über die Inntalautobahn A12 nur rund anderthalb Stunden. Wichtig ist die Vignette – auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist die elektronische oder Klebe-Vignette Pflicht, erhältlich als 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahresvariante, und die Kontrolle erfolgt automatisch per Kamera. Die A12 durch das Inntal ist vignettenpflichtig; ohne gültige Vignette droht eine Ersatzmaut. Kaufe sie vor der Grenze an der Tankstelle oder online mit dem Hinweis, dass die digitale Vignette erst nach einer Wartefrist gilt.

Für die Fahrt über den Brenner nach Südtirol kommt eine gesonderte Maut hinzu: Die Brennerautobahn A13 ist eine Sondermautstrecke, die du zusätzlich zur Vignette an der Mautstelle bezahlst. Wer die Maut sparen will, weicht auf die alte Brennerbundesstraße aus – landschaftlich reizvoll, aber deutlich langsamer und an Reisetagen verstopft. Ähnliches gilt für den Fernpass auf der Strecke von Bayern ins Tiroler Oberland und nach Vorarlberg: keine Maut, aber an Feriensamstagen berüchtigt für kilometerlange Staus. Plane An- und Abreise möglichst nicht auf den klassischen Wechseltag am Samstagvormittag.

Mit der Bahn ist Tirol gut angebunden: Innsbruck liegt an der Hauptstrecke München–Verona und ist von München in gut anderthalb bis zwei Stunden erreichbar, von Wien in gut vier Stunden. Fernzüge halten außerdem in Kufstein, Jenbach (Umstieg zur Zillertalbahn und zur Achenseebahn), Wörgl und Landeck. Von den Bahnhöfen im Inntal bringen dich Regionalbusse und die Schmalspurbahnen in die Seitentäler – ins Zillertal, ins Ötztal fährt der Bus ab Ötztal Bahnhof, an den Achensee die Dampfbahn ab Jenbach. Viele Skiorte werben mit Anreise-Paketen inklusive Skibus ab Bahnhof.

Vor Ort lohnt sich das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel mehr, als man denkt. Innerhalb der Skiverbünde und Wanderregionen fahren dichte Skibus- und Wanderbus-Netze, oft mit der Gästekarte kostenlos, sodass das Auto tagsüber stehen bleiben kann. Das entlastet die knappen und teils kostenpflichtigen Parkplätze an den Talstationen und erspart die Parkplatzsuche an schönen Tagen. Für die hinteren Täler und die Bergstraßen wie Timmelsjoch, Schlegeis oder Ötztaler Gletscherstraße brauchst du dagegen das Auto – rechne dort mit Maut für die Panoramastraßen und mit vollen Parkplätzen am Vormittag.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Tirol – und welche Basis zu dir passt

InnsbruckInnsbruckDie Landeshauptstadt drückt Altstadt und Hochgebirge auf engsten Raum: Goldenes Dachl, Hofkirche und die Nordkettenbahn, die in Minuten von der Fußgängerzone ins Karwendel führt. Zweimal Olympiastadt, heute quirlige Alpenmetropole mit Uni und Bergpanorama.Ideal für: Stadt & Berg zugleich2–3 TageKitzbühelKitzbühelDie Gamsstadt am Hahnenkamm lebt von zwei Gesichtern: dem gefürchteten Streif-Rennen im Januar und einer mittelalterlichen Altstadt mit gedeckten Bürgerhäusern. Mondän und teuer, aber echter Tiroler Ort mit Golf, Schwarzsee und Wandergelände geblieben.Ideal für: Ski-Mythos & Mondänität2–3 TageSöldenSöldenGanz hinten im Ötztal, mit zwei Gletschern, Pisten über 3000 Meter und einem der schneesichersten Skigebiete der Alpen. Im Sommer führt die Gletscherstraße hinauf und das Timmelsjoch nach Südtirol, am Gaislachkogl thront das ice Q aus dem James-Bond-Film.Ideal für: Gletscher & Höhenmeter2–4 TageMayrhofenMayrhofenDer bekannteste Ort im Zillertal und ein Ganzjahresziel: Über dem Dorf liegen der sportliche Penken mit der steilen Harakiri und der sonnige Familienberg Ahorn. Im Sommer starten hier Klettersteige, Bike-Trails und der mehrtägige Berliner Höhenweg.Ideal für: Zillertal-Basis3–5 TageSankt Anton am ArlbergSankt Anton am ArlbergEine der schneereichsten Adressen der Ostalpen und Teil von Ski Arlberg, dem größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs. Steil, sportlich und berühmt fürs Tiefschneegelände – dazu ein Après-Ski, der schon am Nachmittag am MooserWirt beginnt.Ideal für: Ski sportlich & Tiefschnee3–5 TageIschglIschglDas Party-Skigebiet schlechthin im Paznauntal: Die Silvretta Arena verbindet den Ort auf Skiern mit dem zollfreien Samnaun in der Schweiz, zur Saison steigen die Top-of-the-Mountain-Konzerte auf der Idalp. Hoch gelegen und lange schneesicher.Ideal für: Ski & Après-Ski3–4 TageSeefeld in TirolSeefeld in TirolAuf einem sonnigen Hochplateau über Innsbruck, eine der bekanntesten Langlauf- und Nordic-Destinationen der Alpen und Gastgeber der Nordischen Ski-WM 2019. Im Sommer weite, kaum steile Wanderwege mit Blick auf die Wettersteinwände.Ideal für: Langlauf & sanftes Wandern2–4 TageKufsteinKufsteinDas Tor nach Tirol am Inn, überragt von einer mächtigen Festung, deren Heldenorgel mittags über die Dächer schallt. Historische Altstadt am Fluss, Ausgangspunkt für das Kaisergebirge und für viele der erste Halt kurz hinter der bayerischen Grenze.Ideal für: Festung & Inntal-Auftakt1–2 TageLienzLienzDie Sonnenstadt Osttirols, von den zackigen Lienzer Dolomiten überragt und geografisch vom übrigen Tirol getrennt. Mediterran anmutende Plätze, Schloss Bruck und ein ruhigeres, ursprünglicheres Tirol jenseits der großen Skiströme.Ideal für: Dolomiten & Osttirol2–3 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Tirol mit Wetter im Jahreslauf

Tirol hat zwei beste Reisezeiten statt einer – den Bergsommer der Almen und Seen und den Winter der Pisten –, dazwischen liegen ruhige Nebensaisonen, in denen viele Bergbahnen stillstehen.

Das Tiroler Klima ist alpin und höhenabhängig: In den Tälern werden die Sommer angenehm warm, während es auf den Gipfeln das ganze Jahr Frost geben kann; die Winter sind kalt und schneereich. Anders als am Meer gibt es hier zwei Hochsaisonen. Der Sommer von Ende Juni bis September ist die Zeit für Wandern, Bergseen und Klettersteige, der Winter von Dezember bis in den April die Zeit für Ski und Rodel. Die Übergangsmonate – November und teils Mai bis Anfang Juni – sind Nebensaison, in der viele Bergbahnen und Hütten geschlossen haben. Die Werte unten gelten für Innsbruck im Tal; auf jedem 1000 Höhenmeter wird es rund 6 Grad kälter.

Jan3°-5°Hochwinter, beste Pisten
Feb6°-3°sonnig, viel Schnee
Mär11°0°Firn, lange Skitage
Apr15°4°Tal grün, oben Ski
Mai20°8°Nebensaison, Bahnen zu
Jun23°11°Almen öffnen, frisch
Jul25°13°warm, ideal für Berge
Aug24°13°Hauptsaison, Gewitter
Sep20°9°stabil, klare Sicht
Okt14°5°Goldener Herbst
Nov8°0°Nebensaison, trüb
Dez4°-3°Advent, Saisonstart

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Tirol kennt zwei beste Reisezeiten. Für Berge, Seen und Wanderungen sind Juli bis Mitte September ideal: Die Almen sind bewirtschaftet, die Bergbahnen laufen, und September bringt oft die stabilsten, klarsten Tage. Für Ski und Rodel ist der Hochwinter von Januar bis Anfang März am verlässlichsten, wobei Februar mit langen Sonnentagen und viel Schnee glänzt. Meide für einen Aktivurlaub die Nebensaison im November und im Mai bis Anfang Juni – dann stehen viele Bergbahnen und Hütten still, und das Wetter ist am wechselhaftesten.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Tirol

Wann ist die beste Reisezeit für Tirol?
Es gibt zwei: Für Wandern, Bergseen und Almen sind Juli bis Mitte September am besten, mit warmen Tälern und offenen Bergbahnen. Für Ski und Rodel ist der Hochwinter von Januar bis Anfang März am schneesichersten. Die Nebensaison im November und im Mai meidest du besser, weil viele Bahnen stillstehen.
Welche Skigebiete in Tirol sind die bekanntesten?
Zu den großen Namen zählen St. Anton am Arlberg als Teil von Ski Arlberg, Ischgl in der Silvretta Arena mit Anschluss ans Schweizer Samnaun, Sölden im Ötztal mit zwei Gletschern, Kitzbühel mit der Streif und die Zillertaler Gebiete rund um Mayrhofen und den ganzjährig offenen Hintertuxer Gletscher.
Kann man am Achensee baden?
Ja, es gibt Strandbäder und Badeplätze, allerdings bleibt der Achensee kühl: Er wird von Bergbächen gespeist und erreicht selbst im Hochsommer selten mehr als zwanzig Grad. Beliebter ist er darum bei Seglern, Surfern und Stand-up-Paddlern; Familien mit kleinen Kindern weichen oft auf beheizte Freibäder oder Thermen aus.
Braucht man in Tirol eine Vignette?
Ja. Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen, auch auf der Inntalautobahn A12, ist die Vignette Pflicht – als Klebe- oder digitale Variante für 10 Tage, 2 Monate oder ein Jahr. Für die Brennerautobahn A13 kommt eine gesonderte Sondermaut hinzu, ebenso für Panoramastraßen wie das Timmelsjoch.
Was kann man in Tirol im Sommer machen?
Im Sommer stehen Wandern, Bergseen und Klettersteige im Vordergrund: der Achensee mit Schifffahrt, Höhenwege im Karwendel und Rofan, Gletschertouren im Ötz- und Zillertal. Dazu Sommerrodelbahnen, Mountainbike-Trails, Thermen wie der Aqua Dome und Bergbahnen, die ohne Anstrengung auf Wanderhöhe bringen.
Wie viele Tage sollte man für Tirol einplanen?
Für einen ersten Überblick reicht eine Woche mit zwei bis drei Standorten – etwa Innsbruck, Zillertal und Ötztal. Für einen reinen Ski- oder Wanderurlaub bleibst du besser die ganze Woche in einem Ort und erkundest dessen Region sternförmig, statt täglich Koffer zu packen und über Bergstraßen zu fahren.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck?
Das Goldene Dachl mit seinen vergoldeten Kupferschindeln, die Hofkirche mit den Schwarzen Mandern, die Nordkettenbahn hinauf ins Karwendel und die Bergiselschanze über der Stadt. Dazu Schloss Ambras, der Alpenzoo als höchstgelegener Zoo Europas und die Swarovski Kristallwelten im nahen Wattens.
Ist Tirol für einen Urlaub mit Kindern geeignet?
Sehr gut. Bergbahnen bringen bequem auf Wanderhöhe, viele Orte haben Themenwege, Sommerrodelbahnen und Almen mit Tieren, im Winter erstklassige Skischulen und eigene Kinderländer. Familiengebiete wie Serfaus-Fiss-Ladis und Thermen wie der Aqua Dome retten auch Regen- und Schlechtwettertage zuverlässig.
Was ist das Besondere am Hintertuxer Gletscher?
Der Hintertuxer Gletscher ganz hinten im Zillertal ist das einzige Skigebiet Österreichs, das an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist – hier kannst du auch im Hochsommer über blankes Gletschereis fahren. Im Winter gehört er zum Zillertaler Skipass-Verbund und ist wegen seiner Höhe extrem schneesicher.
Lohnt sich Sölden auch im Sommer?
Ja. Über die Ötztaler Gletscherstraße fährst du bis fast auf 2800 Meter an den Rettenbachgletscher, das Gipfelrestaurant ice Q am Gaislachkogl war James-Bond-Kulisse, und die Timmelsjoch-Hochalpenstraße führt spektakulär nach Südtirol. Dazu Klettersteige, Bergbahnen und der nahe Aqua Dome in Längenfeld für entspannte Tage.
Wie kommt man ohne Auto nach Tirol?
Mit der Bahn gut: Innsbruck liegt an der Strecke München–Verona und ist von München in unter zwei Stunden erreichbar. Fernzüge halten auch in Kufstein, Jenbach und Landeck, von dort bringen Regionalbusse und Schmalspurbahnen in die Seitentäler. Viele Skiorte bieten Anreise-Pakete mit Skibus ab dem nächsten Bahnhof.
Was sollte man in Tirol unbedingt essen?
Typisch sind das Tiroler Gröstl aus Bratkartoffeln und Fleisch mit Spiegelei, Speck- und Kaspressknödel, die Brettljause mit Bergkäse und Graukäse sowie Kaiserschmarrn zum Nachtisch. Im Zillertal probierst du die mit Graukäse gefüllten Zillertaler Krapfen, dazu einen hausgebrannten Obstschnaps als Verdauerl.
Welcher Tiroler Ort eignet sich als Standquartier?
Innsbruck ist zentral für Stadt, Nordkette und Ausflüge ins Inntal und an den Achensee. Fürs Skifahren wählst du den Ort im gewünschten Gebiet – Mayrhofen fürs Zillertal, St. Anton für Ski Arlberg, Sölden fürs Ötztal. Für Familien sind Seefeld und Serfaus-Fiss-Ladis mit ruhigen, weiten Wegen ideale Basen.
Muss man für die Bergstraßen in Tirol Maut zahlen?
Für die Autobahn genügt die Vignette, für die Brennerautobahn A13 kommt eine Sondermaut hinzu. Panorama- und Passstraßen wie das Timmelsjoch, die Schlegeis-Alpenstraße oder die Ötztaler Gletscherstraße sind eigene Mautstrecken, die du vor Ort bezahlst – und die im Winter meist gesperrt sind.
TirolZwischen dem türkisen Achensee, den Gletschern des Zillertals und dem Goldenen Dachl von Innsbruck liegt das Alpenland, in dem Deutsche seit Generationen wandern und Ski fahren.
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