Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hurghada
Hurghada ist kein Ort mit Altstadt-Postkarten, sondern ein Küstenband aus drei Vierteln – wer es verstehen will, fährt einmal von El Dahar bis zur Marina durch.
Fang in El Dahar an, dem ältesten Teil der Stadt: Hier liegt der Souk, eine überdachte Marktgasse, in der sich Gewürzhändler, Parfümöl-Läden und Shishas aneinanderreihen, und wo Handeln zum Umgangston gehört – der erste genannte Preis ist selten der letzte. Nahe dem Souk steht auch eine große Stadtmoschee, deren Minarett über die niedrigen Häuser des Viertels ragt. El Dahar ist das ägyptischste Hurghada, weit weg von den Poolbars: Männer sitzen in den Ahwas beim Karten- und Domino-Spiel, aus den Läden dröhnt arabischer Pop, und ein Tee mit frischer Minze kostet fast nichts.
Das touristische Herz schlägt ein paar Kilometer weiter südlich in Sakkala rund um die Hurghada Marina. Die Promenade am Yachthafen ist abends der Treffpunkt schlechthin – flanieren zwischen Tauchbooten und Segelyachten, essen mit Blick aufs Wasser, und über allem thront die pastellfarbene Kulisse der Marina-Bauten. Unweit des Hafens steht die Al-Mina-Moschee mit ihren zwei Minaretten direkt am Meer, Hurghadas größtes und markantestes Gotteshaus. Tagsüber legen hier die Ausflugsboote zu den Riffen ab, abends füllen sich die Restaurants und Bars. Es ist bewusst gebaute Kulisse, keine gewachsene Stadt – aber als Bühne für den Sonnenuntergang und das erste kühle Getränk funktioniert sie.
Für Regentage – so selten sie sind – oder die heißen Mittagsstunden gibt es das Grand Aquarium Hurghada mit einem Unterwassertunnel und Becken voller Rochen, Haie und Rifffische, eine gute Einstimmung aufs echte Riff für Kinder. Wer es kitschiger mag, besucht die Sand City mit ihren riesigen Sandskulpturen oder das Mini-Ägypten. Der eigentliche Reiz Hurghadas liegt aber nicht in Attraktionen, die man abhakt, sondern im Rhythmus: morgens Riff, mittags Pool, nachmittags Souk oder Wüste, abends Marina.
Ein Wort zur Orientierung, das dir den ersten Tag erleichtert: Die drei Zonen liegen weit auseinander, und zu Fuß geht hier fast nichts. Zwischen El Dahar, Sakkala und den südlichen Hotelzonen pendelst du am günstigsten mit den blau-weißen Sammel-Microbussen, die die Küstenstraße entlangfahren, oder per Taxi zum vorher verhandelten Festpreis. Viele Hotels haben zudem eigene Shuttles in die Marina. Plane also nicht, spontan von Attraktion zu Attraktion zu schlendern – Hurghada besichtigt man in Etappen, mit dem Fahrzeug dazwischen.








