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Hawaii

Sechs bereisbare Inseln mitten im Pazifik, von der Surfmetropole Honolulu bis zu Lavafeldern, die noch dampfen – Hawaii ist Amerikas tropischer Bundesstaat mit eigener Zeitzone.

Die Region

Was Hawaii ausmacht

Hawaii liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt im offenen Pazifik und besteht aus acht Hauptinseln, von denen sechs bereist werden. Auf Oahu ballt sich das Leben um Honolulu, den Stadtstrand Waikiki, Diamond Head und die Gedenkstätte von Pearl Harbor, während im Winter an der North Shore die großen Wellen brechen. Maui bündelt den Vulkan Haleakalā, die kurvige Road to Hana und die besten Monate zur Walbeobachtung. Auf Big Island, der jüngsten und größten Insel, fließt im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark bis heute Lava, während der Mauna Kea mit über 4.200 Metern in klare Sternenhimmel ragt. Kauai, die grünste der Inseln, trägt mit der Nāpali-Küste und dem Waimea Canyon die dramatischste Landschaft. Dazu Poke und Plate Lunch, Aloha-Kultur und ein Klima, das das ganze Jahr über zum Baden einlädt – eine Fernreise, die man am besten auf zwei oder drei Inseln aufteilt.

Reiseführer

Hawaii von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Der Flug zieht sich, das weißt du schon beim Buchen – erst umsteigen in Los Angeles oder San Francisco, dann noch einmal fünf Stunden über offenes Wasser, bis unter den Tragflächen die erste Insel auftaucht. Doch wenn du in Honolulu aus dem klimatisierten Terminal trittst und dir die warme, nach Plumeria duftende Luft entgegenschlägt, ist die halbe Erdumrundung vergessen. Hawaii ist kein einzelner Ort, sondern ein Archipel aus sechs sehr verschiedenen Inseln – und die Kunst der Reise besteht darin, sich nicht zu viele davon auf einmal vorzunehmen.

Die Inseln

Die Hawaii-Inseln im Überblick

Sechs Inseln, sechs Charaktere – und die erste Entscheidung deiner Reise fällt lange vor dem Kofferpacken, nämlich welche du dir überhaupt vornimmst.

Hawaii besteht aus acht Hauptinseln, aber nur sechs davon bereist du wirklich. Oahu ist die belebteste und Ankunftspunkt fast aller Reisen: Hier liegen Honolulu, der Stadtstrand Waikiki und Pearl Harbor. Maui ist die klassische Zweitinsel mit dem Vulkan Haleakalā und der Road to Hana. Big Island, offiziell Hawaiʻi Island, ist die größte und jüngste, mit aktiven Vulkanen und dem Hochgebirge Mauna Kea. Kauai ist die grünste und älteste. Dazu kommen die ruhigen Schwesterinseln Molokai und Lanai, die kaum touristisch erschlossen sind.

Die beiden übrigen Inseln kannst du nicht besuchen, und das aus gutem Grund: Niʻihau ist seit 1864 in Privatbesitz einer einzigen Familie und für Außenstehende gesperrt – die rund 80 Bewohner leben weitgehend nach alter hawaiischer Tradition. Kahoʻolawe diente dem US-Militär jahrzehntelang als Übungsziel, ist heute unbewohnt und wegen alter Munitionsreste nur eingeschränkt zugänglich. Für deine Planung zählen also die sechs großen: Sie unterscheiden sich in Landschaft, Preisniveau und Tempo deutlich.

Der häufigste Fehler von Erstbesuchern ist, zu viele Inseln in zu wenig Tage zu quetschen. Jeder Inselwechsel bedeutet: Mietwagen abgeben, zum Flughafen, einchecken, fliegen, neuen Wagen übernehmen, neu einkaufen – ein halber Tag ist schnell weg. Plane deshalb pro Insel mindestens vier bis fünf Nächte und begnüge dich bei zwei Wochen mit zwei Inseln. Die klassische Erstkombination ist Oahu plus Maui; wer Natur will, tauscht Maui gegen Big Island oder Kauai.

Für die grobe Orientierung hilft ein Vergleich: Oahu ist Stadt, Strand und Geschichte in einem, gut auch ohne perfekten Plan. Maui ist der Allrounder mit Vulkan, Walen und guten Stränden. Big Island ist rau, weit und vulkanisch – hier fährst du die größten Distanzen. Kauai ist Regenwald, Canyon und Wandern, ruhiger und feuchter als der Rest. Molokai und Lanai schließlich sind etwas für Wiederholungstäter, die das ursprüngliche, langsame Hawaii ohne Hotelburgen suchen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Hawaii

Manche Orte hier sind Naturwunder, andere Mahnmale – und die stärksten Momente entstehen früh, bevor die Reisebusse anrollen.

Pearl Harbor auf Oahu ist der geschichtsträchtigste Ort des Archipels: Über dem gesunkenen Schlachtschiff USS Arizona, das am 7. Dezember 1941 beim japanischen Angriff versank, steht heute das USS-Arizona-Memorial. Der Zugang per Boot ist kostenlos, die Zeitfenster-Tickets sind aber begehrt – reserviere sie vorab online, denn die Tageskontingente vor Ort sind schnell vergeben. Plane genug Zeit ein: Zum Gelände gehören außerdem das U-Boot USS Bowfin und das Pacific Aviation Museum.

Diamond Head, auf Hawaiisch Lēʻahi, ist der markante Vulkankegel am Ostende von Waikiki. Der Aufstieg zum Kraterrand dauert je nach Tempo rund 45 bis 60 Minuten, führt über Treppen und durch einen alten Militärtunnel und belohnt oben mit dem Blick über die Hochhäuser von Waikiki und den Pazifik. Geh früh, am besten kurz nach Öffnung: Später steht die Sonne hoch, der Pfad ist schattenlos, und die Parkplätze sind voll. Auswärtige Besucher brauchen generell eine Online-Eintrittsreservierung; wer mit dem Auto kommt, bucht zusätzlich einen Parkplatz vorab.

Auf Big Island ist der Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark das Herzstück: Die Crater Rim Drive führt am Rand der Kīlauea-Caldera entlang, es dampft aus Erdspalten, und wenn gerade Lava aktiv ist, glüht der Krater nach Einbruch der Dunkelheit rot. Der Park ist rund um die Uhr geöffnet, und die Lage der aktiven Zonen ändert sich – informiere dich tagesaktuell beim Visitor Center, welche Wege offen sind. Auf Maui übernimmt der Haleakalā-Nationalpark diese Rolle, dazu gleich mehr.

Kauai steuert mit dem Waimea Canyon einen Kontrast bei, den man auf einer Pazifikinsel nicht erwartet: eine über 900 Meter tiefe, rot-grün gestreifte Schlucht, die Mark Twain den „Grand Canyon des Pazifiks“ getauft haben soll. Vom Aussichtspunkt an der Straße nach Kōkeʻe blickst du in die Schlucht hinab; oft hängen morgens noch Wolken darin, die sich im Lauf des Vormittags lichten. Wer mag, wandert von den Parkplätzen aus auf die zahlreichen Aussichtspfade der Hochebene.

Oahu

Honolulu und Waikiki Beach auf Oahu

Morgens um sieben gehört Waikiki den Frühschwimmern und den Surflehrern, die ihre Bretter zum Wasser tragen – erst gegen zehn füllt sich der Sand.

Honolulu und Waikiki Beach auf Oahu
Oahu

Honolulu ist die Hauptstadt Hawaiis und mit Abstand die größte Stadt des Bundesstaats – hier landen die meisten Reisenden, und viele bleiben zum Auftakt ein paar Nächte. Das touristische Herz ist der Stadtteil Waikiki: eine Zeile aus Hochhaushotels direkt an einem der bekanntesten Stadtstrände der Welt. Das Wasser ist flach, die Wellen sanft und gleichmäßig, weshalb Waikiki seit über hundert Jahren als Anfängerrevier zum Surfen gilt. Eine Surfstunde am Vormittag gehört für viele zum Pflichtprogramm.

Der Strand von Waikiki hat mehr Facetten, als die Postkarten zeigen. Am ruhigen Ostende, unter Diamond Head, liegen die Familienabschnitte mit geschütztem Wasser; in der Mitte, vor den großen Hotels, ist am meisten los; und Richtung Ala Moana findest du Grünflächen und den großen Einkaufskomplex Ala Moana Center. Zum Sonnenuntergang füllen sich die Mauern entlang der Promenade, Hula-Gruppen tanzen, und die Surfer nutzen das letzte Licht. Rechne mit Trubel – Waikiki ist bewusst kein einsamer Sehnsuchtsstrand, sondern quirlige Stadt am Meer.

Wer Oahu nur mit Waikiki gleichsetzt, verpasst die Insel. Mit dem Mietwagen umrundest du sie an einem langen Tag: die windige Ostküste mit dem türkisen Wasser der Lanikai- und Kailua-Strände, der grüne Nuʻuanu-Pali-Aussichtspunkt über den Steilklippen, und im Norden die legendäre North Shore. Dort, rund um Haleʻiwa, brechen im Winter die großen Wellen an Pipeline, Sunset Beach und Waimea Bay – im Sommer ist dasselbe Wasser spiegelglatt und zum Schnorcheln geeignet.

Für die kulturelle Seite lohnt der Weg ins historische Zentrum: Der ʻIolani-Palast ist der einzige echte Königspalast auf US-Boden, Residenz der hawaiischen Monarchie bis zu ihrem Sturz 1893. Gleich daneben steht die Statue von König Kamehameha I., der die Inseln um 1810 zu einem Königreich vereinte. Ein Besuch hier ordnet vieles ein, was man am Strand nicht sieht: dass Hawaii erst 1898 von den USA annektiert wurde und bis heute eine lebendige eigene Kultur und Sprache bewahrt.

Maui

Maui mit Haleakalā und der Road to Hana

Der Wecker klingelt um drei Uhr nachts, es ist kalt und stockdunkel, und trotzdem schraubt sich eine Kette roter Rücklichter den Vulkan hinauf – alle wollen denselben Sonnenaufgang.

Der Haleakalā ist mit über 3.000 Metern der höchste Punkt Mauis und ein Schildvulkan, dessen weiter Gipfelkrater aussieht wie eine Marslandschaft in Rot und Ocker. Der Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer ist so beliebt, dass der Nationalpark dafür eine Reservierung verlangt – ohne vorab gebuchtes Zeitfenster kommst du zwischen drei und sieben Uhr morgens nicht durchs Tor. Zieh dich warm an: Am Gipfel fallen die Temperaturen nachts nahe an den Gefrierpunkt, ein Kontrast von über 20 Grad zum Strand unten.

Die Road to Hana ist das andere große Maui-Erlebnis: eine schmale Küstenstraße mit über 600 Kurven und rund 50 einspurigen Brücken, die sich durch dichten Regenwald an die Ostküste windet. Der Weg ist das Ziel – du hältst an Wasserfällen, am schwarzen Sandstrand von Waiʻānapanapa und an Aussichtspunkten über der Brandung. Fahr früh los, nimm dir den ganzen Tag Zeit und plane die Rückfahrt bei Tageslicht ein. Für den Waiʻānapanapa-State-Park brauchst du ebenfalls eine Reservierung.

Maui ist außerdem das beste Insel-Revier zur Walbeobachtung. Von Dezember bis April ziehen tausende Buckelwale aus Alaska in die warmen, flachen Gewässer des ʻAuʻau-Kanals zwischen Maui, Lanai und Molokai, um zu kalben und sich zu paaren. Vom Boot aus – oder mit etwas Glück direkt vom Ufer bei Kīhei – siehst du sie springen und mit den Flossen schlagen. Buche eine Tour bei einem Anbieter, der Abstandsregeln einhält; das Belästigen der Tiere ist gesetzlich verboten.

Ein Hinweis zur Westküste: Die historische Hafenstadt Lahaina wurde im August 2023 von einem verheerenden Buschfeuer weitgehend zerstört. Der Ort ist ein Mahnmal und im Wiederaufbau; große Teile sind für Besucher nicht zugänglich, und die Gemeinde bittet um Rücksicht. Andere Regionen Mauis – der Süden um Kīhei und Wailea, der Norden um Kapalua und die gesamte Ostküste – empfangen Gäste normal. Informiere dich vor der Reise über den aktuellen Stand, wenn du im Westen der Insel unterwegs sein willst.

Big Island

Big Island Hawaii mit Vulkanen und schwarzen Stränden

In einer einzigen Tagesfahrt kannst du hier vom tropischen Regenwald durch Lavawüste bis fast an die Schneegrenze fahren – Big Island packt fast alle Klimazonen der Erde auf eine Insel.

Big Island Hawaii mit Vulkanen und schwarzen Stränden
Big Island

Die Insel Hawaiʻi trägt zu Recht ihren Spitznamen: Sie ist größer als alle anderen Inseln zusammen, und weil sie geologisch die jüngste ist, wächst sie noch. Im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark liegen mit dem Kīlauea und dem gewaltigen Mauna Loa zwei der aktivsten Vulkane der Welt. Ob gerade Lava fließt, ist nie garantiert und ändert sich laufend – prüfe die Lage vor dem Besuch. Auch ohne aktiven Ausbruch beeindrucken die dampfenden Erdspalten, die erstarrten Lavaströme und der Gang durch eine begehbare Lavaröhre.

Der Mauna Kea ist mit 4.207 Metern der höchste Berg Hawaiis und vom Meeresgrund aus gemessen sogar der höchste der Erde. Auf seinem Gipfel stehen internationale Sternwarten, denn die Luft hier ist außergewöhnlich klar. Bis zum Visitor Center auf rund 2.800 Metern kommst du mit dem normalen Mietwagen; die Weiterfahrt zum Gipfel erfordert ein Allradfahrzeug und ist heikel. Der Sternenhimmel vom Besucherzentrum aus ist auch ohne Gipfelfahrt einer der besten der Welt – nimm warme Kleidung mit.

Big Islands Strände sind anders: Statt des klassischen Weiß gibt es hier schwarzen Lavasand, etwa am berühmten Punaluʻu Beach im Süden, wo oft grüne Meeresschildkröten am Ufer dösen. Bei Papakōlea liegt sogar ein seltener grüner Strand, gefärbt vom Mineral Olivin – erreichbar nur über eine längere Wanderung. Die weißen Sandstrände konzentrieren sich an der trockenen Kona-Küste im Westen, wo auch die meisten Hotels stehen und das Wasser am klarsten zum Schnorcheln ist.

Die Kona-Region im Westen ist zugleich das Kaffeeland Hawaiis: An den Hängen des Hualālai gedeiht der Kona-Kaffee, einer der wenigen kommerziell angebauten Kaffees der USA, und viele Farmen bieten Führungen mit Verkostung an. Rechne auf Big Island generell mit großen Fahrdistanzen – die Umrundung der Insel misst rund 480 Kilometer. Ein einziges Standquartier reicht kaum; viele teilen ihren Aufenthalt zwischen der sonnigen Kona-Seite und der grünen, regnerischen Hilo-Seite im Osten auf.

Kauai

Kauai mit der Nāpali-Küste und dem Waimea Canyon

Kauai ist die grünste der Inseln, und das hat einen Preis: Der Mount Waiʻaleʻale in ihrer Mitte gilt als einer der regenreichsten Orte der Erde.

Kauai mit der Nāpali-Küste und dem Waimea Canyon
Kauai

Kauai ist die älteste der großen Inseln, und Millionen Jahre Erosion haben ihr die dramatischste Landschaft Hawaiis modelliert. Das Wahrzeichen ist die Nāpali-Küste im Nordwesten: eine Reihe messerscharfer, bis zu 1.200 Meter hoher Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen und über die keine Straße führt. Du siehst sie nur auf drei Wegen – vom Boot aus, aus dem Helikopter oder zu Fuß auf dem anspruchsvollen Kalalau Trail. Für die Bootstouren ab dem Süden solltest du früh reservieren.

Der Waimea Canyon zerfurcht das Inselinnere mit rot leuchtenden, über 900 Meter tiefen Wänden. Von der Straße hinauf nach Kōkeʻe reihen sich Aussichtspunkte, und auf der Hochebene beginnen Wanderwege, die bei klarem Wetter bis zur Nāpali-Küste blicken lassen. Weil hier oben oft Wolken hängen, gilt die alte Regel: Fahr am Morgen hoch, bevor sich der Nebel festsetzt. Fürs Wandern brauchst du festes Schuhwerk und Regenkleidung, denn das Wetter kann innerhalb einer Stunde umschlagen.

Der Norden Kauais um die Hanalei Bay ist der Inbegriff des tropischen Hawaii: eine weite, von grünen Bergen gerahmte Bucht, Taro-Felder im Tal und der kleine Ort Hanalei mit Surfläden und Foodtrucks. Achte auf die Straßenverhältnisse – ein Teil der Nordküste wird nach starken Regenfällen immer wieder gesperrt, und für den beliebten Hāʻena State Park am Ende der Straße brauchst du eine Reservierung samt Parkplatz oder Shuttle. Der Süden um Poʻipū ist trockener und sonniger, gut für Familien.

Kauai ist die richtige Insel für alle, die Natur über Nachtleben stellen. Es gibt keine Hochhäuser, es gilt eine strikte Bauhöhenbegrenzung, kein Bau ragt über die Palmen, und das Tempo ist spürbar ruhiger als auf Oahu oder Maui. Wanderer, Kajakfahrer und Naturfotografen kommen hier auf ihre Kosten; wer dagegen Shopping, Clubs und ein großes Ausgeh-Angebot sucht, ist auf Oahu besser aufgehoben. Plane Puffer für Regentage ein und packe sie mit Bootstour, Kaffeefarm oder Spa – nicht jeder Tag wird trocken.

Rundreise

Hawaii-Rundreise mit Inselhüpfen in zwei bis drei Wochen

Eine Hawaii-Rundreise ist kein Roadtrip auf einer Straße, sondern eine Kette kurzer Flüge – und die Kunst liegt darin, nicht zu oft umzuziehen.

Die klassische Zwei-Wochen-Route kombiniert zwei Inseln: sieben Nächte Oahu plus sieben Nächte Maui oder Big Island. Der Vorteil liegt auf der Hand – du packst nur einmal um, hast auf jeder Insel Zeit zum Ankommen und verlierst nicht die halbe Reise am Flughafen. Starte auf Oahu, wo dein Interkontinentalflug ohnehin landet, gewöhne dich dort ein paar Tage an die elf bis zwölf Stunden Zeitverschiebung und fliege dann ausgeruht weiter. Die Inlandsflüge dauern nur 30 bis 50 Minuten.

Wer drei Wochen hat, hängt eine dritte Insel an – etwa Oahu, Maui und Big Island, oder Oahu, Kauai und Big Island. Mehr als drei Inseln in drei Wochen lohnen selten: Jeder Wechsel kostet einen guten halben Tag mit Mietwagenrückgabe, Flug und Neuübernahme, dazu der erneute Großeinkauf für die Ferienwohnung. Lieber weniger Inseln und dafür richtig, als eine Insel im Vorbeirauschen abzuhaken. Die Reihenfolge ist flexibel, solange du auf Oahu ankommst und abfliegst.

Die Inselflüge bedienen vor allem Hawaiian Airlines und Southwest Airlines; die Verbindungen sind dicht getaktet, und über Honolulu erreichst du jede andere Insel. Buche die Flüge früh, aber lege sie nicht auf den Ankunftstag deines Langstreckenflugs – ein verpasster Anschluss nach 20 Stunden Reise ist ein schlechter Start. Nimm nur Handgepäck für die Inselhopper, wenn möglich: Aufgabegepäck kostet extra und verlängert jeden Wechsel um die Wartezeit am Band.

Rechne die Interkontinental-Verbindung realistisch: Von Deutschland gibt es keine Direktflüge, du steigst an einer US-Westküsten-Drehscheibe wie Los Angeles, San Francisco oder Seattle um. Weil du dabei in die USA einreist, brauchst du eine ESTA und durchläufst die US-Einreisekontrolle bereits am Umsteigeflughafen – kalkuliere dort genug Umsteigezeit ein. Die gesamte Reisezeit von Tür zu Tür liegt schnell bei 20 Stunden und mehr; ein Zwischenstopp an der Westküste kann die Ankunft entzerren.

Unterkünfte

Hotel, Resort oder Ferienwohnung auf Hawaii

Ob Hochhaushotel über dem Strand von Waikiki oder Condo mit eigener Küche an der Kona-Küste – die Wahl der Unterkunft entscheidet stärker über dein Budget als der Flug.

Auf Oahu konzentriert sich das Hotelangebot in Waikiki: Hochhäuser jeder Preisklasse in Gehweite zum Strand, mit dem Vorteil, dass du hier vieles zu Fuß oder per Bus erledigst und den Mietwagen erst für die Inseltour brauchst. Achte auf die oft happige „Resort Fee“, die zusätzlich zum Zimmerpreis pro Nacht anfällt und Dinge wie WLAN und Strandliegen abdeckt. Wer es ruhiger mag, weicht auf die Nord- oder Ostküste aus, braucht dort aber zwingend ein Auto.

Auf den anderen Inseln dominieren zwei Modelle. Die großen Resorts liegen gebündelt in eigens erschlossenen Zonen – auf Maui in Wailea und Kāʻanapali, auf Big Island an der Kohala-Küste, auf Kauai in Poʻipū und Princeville. Sie bieten Pools, Restaurants und Strandservice, kosten aber entsprechend und liegen oft weit von Ort und Leben entfernt. Dafür bekommst du gepflegte Anlagen mit allem Komfort, was gerade mit Kindern oder nach der langen Anreise seinen Reiz hat.

Die praktischste Alternative für längere Aufenthalte ist das Condo – eine Ferienwohnung, oft in einer Anlage mit Pool. Der Vorteil ist die eigene Küche: Auswärtsessen ist auf Hawaii teuer, und wer frühstückt und ab und zu selbst kocht, spart über zwei Wochen erheblich. Supermärkte wie Foodland oder die großen Ketten findest du auf jeder Insel. Buche Condos früh, denn die guten Objekte in Strandnähe sind in der Hochsaison lange im Voraus vergeben.

Ein Wort zur Lage: Wähle dein Quartier nach der Wetterseite. Fast jede Insel hat eine trockene, sonnige Leeseite (meist Westen und Süden) und eine feuchte, grüne Luvseite (Osten und Norden). Für Strandurlaub buchst du auf der Trockenseite – Kona auf Big Island, Kīhei/Wailea auf Maui, Poʻipū auf Kauai. Wer Regenwald und Wasserfälle sucht, sitzt auf der grünen Seite richtiger, muss dort aber mit häufigeren Schauern rechnen. Beide Seiten liegen oft nur eine Autostunde auseinander.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Hawaii

Der ehrlichste Einstieg in Hawaiis Küche ist kein Restaurant, sondern ein Foodtruck am Straßenrand oder die Kühltheke im Supermarkt, wo der frische Poke nach Gewicht verkauft wird.

Poke ist das hawaiische Gericht, das inzwischen die ganze Welt kopiert: gewürfelter roher Fisch, meist Thunfisch (ʻahi), mariniert mit Sojasauce, Sesamöl, Zwiebeln und Meeresalgen. Das Original bekommst du nicht in schicken Bowl-Läden, sondern an der Fischtheke jedes Supermarkts und in einfachen Poke-Shops – frisch, günstig und in Dutzenden Varianten. Nimm dir eine Portion mit an den Strand; mehr braucht ein hawaiisches Mittagessen nicht. Achte auf die Auszeichnung, ob der Fisch lokal gefangen ist.

Der „Plate Lunch“ ist das Arbeiteressen der Inseln und ein Spiegel ihrer Einwanderungsgeschichte: zwei Löffel Reis, ein Klecks Makkaronisalat und dazu etwas Herzhaftes – japanisches Katsu, koreanisches Kalbi, hawaiisches Kālua-Schwein. Er stammt aus der Zeit der Plantagenarbeiter, die ihre Mittagsboxen teilten, und vereint bis heute chinesische, japanische, philippinische, portugiesische und hawaiische Einflüsse auf einem Teller. Günstig, sättigend und überall zu finden – vom Foodtruck bis zum Diner.

Ein paar Klassiker solltest du probieren: Spam Musubi, eine Art Sushi aus gebratenem Dosenfleisch auf Reis mit Nori-Blatt, ist der meistverkaufte Snack der Inseln – die Vorliebe für Spam stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Loco Moco stapelt Reis, Hacksteak, Spiegelei und braune Sauce. Und als Nachtisch kühlt Shave Ice, feinst gehobeltes Eis mit Sirup, an heißen Tagen von innen. Zum traditionellen Lūʻau-Fest gehört Kalua-Schwein aus dem Erdofen und Poi, ein Brei aus der Taro-Wurzel.

Getrunken wird lokal: Kona-Kaffee von Big Island ist weltbekannt, hawaiische Craft-Biere wie die der Kona Brewing Company gibt es überall, und aus den Ananas- und Zuckerrohrfeldern sind kleine Rum-Destillerien entstanden. Frische Früchte – Ananas, Papaya, Mango, Lilikoʻi (Maracuja) – kaufst du am besten an den Straßenständen und auf den Bauernmärkten (Farmers Markets), die es auf jeder Insel gibt. Sie sind zugleich der beste Ort, um günstig und regional zu essen statt im teuren Resort-Restaurant.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Hawaii und Mobilität vor Ort

Kein Flug von Deutschland führt direkt nach Hawaii – die Reise dorthin ist selbst schon eine kleine Weltumrundung, und sie will geplant sein.

Von Deutschland aus gibt es keine Direktverbindung. Du fliegst zunächst an die US-Westküste – Los Angeles, San Francisco und Seattle sind die üblichen Drehscheiben – und von dort weiter nach Honolulu; einige Airlines bieten Umstiege auch über Festlandflughäfen im Osten. Wichtig: Die US-Einreise mit Passkontrolle und Zoll erfolgt am ersten US-Flughafen, nicht erst in Honolulu. Plane dort reichlich Umsteigezeit ein und beantrage vorab die ESTA-Genehmigung, ohne die du nicht an Bord kommst.

Auf Hawaii selbst bewegst du dich zwischen den Inseln per Flugzeug. Fähren für Personen mit Auto zwischen den großen Inseln gibt es im Linienverkehr nicht mehr; die einzige reguläre Fährverbindung ist die zwischen Maui und Lanai. Für alles andere fliegst du – Hawaiian Airlines und Southwest bedienen die Strecken engmaschig, die Flüge dauern selten länger als eine Stunde. Der zentrale Knoten ist der Flughafen von Honolulu; von dort erreichst du jede andere Insel meist ohne langen Umweg.

Vor Ort brauchst du auf fast jeder Insel einen Mietwagen. Nur auf Oahu funktioniert der öffentliche Bus („TheBus“) für Reisende brauchbar und deckt Waikiki, Honolulu und einen Teil der Insel ab. Auf Maui, Big Island und Kauai ist der Nahverkehr dünn, und die Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander – ohne Auto bist du dort aufgeschmissen. Miete den Wagen früh; in der Hochsaison sind die Kontingente knapp, und die Preise ziehen dann spürbar an. Dein deutscher Führerschein reicht, ein internationaler schadet nicht.

Ein paar Praxispunkte für die Fahrt: Auf Hawaii wird gemächlich gefahren, Hupen gilt als unhöflich, und an vielen einspurigen Brücken – etwa auf der Road to Hana oder Kauais Nordküste – gilt striktes Vorfahrtgewähren. Bezahlt wird alles in US-Dollar, meist mit Kreditkarte; Bargeld brauchst du kaum. Und denk an den reef-safe Sonnenschutz: Hawaii hat 2021 als erster US-Bundesstaat Sonnencremes mit den korallenschädigenden Stoffen Oxybenzon und Octinoxat verboten – kaufe mineralischen Sonnenschutz, schon der Umwelt zuliebe.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Hawaii mit Wetter und Klima im Jahreslauf

Hawaii kennt keine echten Jahreszeiten, nur eine trockenere und eine feuchtere Hälfte – gebadet wird das ganze Jahr, entschieden wird über Preise, Wellen und Wale.

Hawaii liegt in den Tropen, und das Klima ist über das Jahr erstaunlich konstant: Die Lufttemperaturen schwanken nur um wenige Grad, das Meer hat immer angenehme 24 bis 27 Grad. Statt Sommer und Winter gibt es eine trockenere Saison von etwa Mai bis Oktober und eine feuchtere von November bis April mit häufigeren Schauern. Entscheidend für die Reisezeit sind weniger die Temperaturen als drei andere Dinge: die US-Ferien, die Preise und die Natur-Highlights Walsaison und Winterbrandung. Die Werte unten gelten für Honolulu; im gebirgigen Inselinneren und auf der Luvseite ist es feuchter und kühler.

Jan27°19°Walsaison, feuchter
Feb27°19°Wale, Big-Wave-Zeit
Mär27°20°Wale, US-Ferien
Apr28°20°ruhiger, gut
Mai29°21°trocken, wenig los
Jun30°22°sonnig, US-Ferien
Jul31°23°Hochsaison, heiß
Aug31°23°warm, voll
Sep31°23°trocken, ruhig
Okt30°22°warm, günstig
Nov29°21°feuchter, ruhig
Dez28°20°Walsaison, Feiertage

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Hawaii sind April bis Juni und September bis Oktober: trocken, warm und deutlich günstiger als in den US-Schulferien. Zum Walebeobachten und für die großen Surfwellen an der North Shore kommst du von Dezember bis April. Meide die teuren Spitzenzeiten um Weihnachten, Neujahr und die US-Sommerferien im Juli, wenn Preise und Andrang ihren Höhepunkt erreichen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Hawaii

Wie viele Tage sollte man für Hawaii einplanen?
Wegen der langen Anreise lohnt sich Hawaii ab etwa zwei Wochen. In 14 Tagen kombinierst du gut zwei Inseln mit je fünf bis sieben Nächten, in drei Wochen drei. Kürzer als zehn Tage steht die Reisezeit in keinem guten Verhältnis zur Erholung.
Welche Hawaii-Insel ist die richtige für mich?
Oahu für Stadt, Strand und Geschichte, Maui als Allrounder mit Vulkan und Walen, Big Island für Vulkane und Weite, Kauai für Grün und Wandern. Für die erste Reise ist die Kombination Oahu plus Maui die sicherste Wahl.
Wie kommt man von Deutschland nach Hawaii?
Es gibt keine Direktflüge. Du fliegst über eine US-Westküsten-Drehscheibe wie Los Angeles, San Francisco oder Seattle nach Honolulu. Die Reisezeit von Tür zu Tür liegt bei rund 18 bis 22 Stunden, und du brauchst eine gültige ESTA für die USA.
Braucht man auf Hawaii einen Mietwagen?
Auf fast jeder Insel ja. Nur auf Oahu ist der öffentliche Bus für Reisende brauchbar. Maui, Big Island und Kauai erschließt du praktisch nur mit dem eigenen Wagen – dein deutscher Führerschein wird anerkannt.
Wie kommt man zwischen den Hawaii-Inseln?
Fast ausschließlich mit dem Flugzeug. Hawaiian Airlines und Southwest verbinden die Inseln engmaschig über Honolulu, die Flüge dauern 30 bis 50 Minuten. Eine reguläre Autofähre zwischen den großen Inseln gibt es nicht, nur die Passagierfähre Maui–Lanai.
Wann ist die beste Reisezeit für Hawaii?
April bis Juni und September bis Oktober sind ideal: trocken, warm und günstiger als in den US-Ferien. Baden kannst du ganzjährig bei 24 bis 27 Grad Wassertemperatur. Zum Walebeobachten kommst du von Dezember bis April.
Wann kann man auf Hawaii Wale beobachten?
Von Dezember bis April ziehen tausende Buckelwale in die warmen Gewässer rund um die Inseln, um zu kalben. Das beste Revier ist der Kanal zwischen Maui, Lanai und Molokai; von dort starten die meisten Beobachtungstouren, oft sind die Tiere sogar vom Ufer zu sehen.
Wie groß ist der Zeitunterschied zu Hawaii?
Hawaii liegt in der Zeitzone UTC-10 und nutzt keine Sommerzeit. Zu Deutschland beträgt der Unterschied 12 Stunden während der deutschen Sommerzeit und 11 Stunden im Winter – Hawaii ist immer entsprechend zurück, was einen spürbaren Jetlag bedeutet.
Ist ein Hawaii-Urlaub sehr teuer?
Hawaii gehört zu den teureren US-Zielen: Fernflug, Inlandsflüge, Mietwagen pro Insel und hohe Preise für Hotels und Restaurants summieren sich. Sparen kannst du über die Nebensaison, Ferienwohnungen mit Küche und günstige Plate-Lunch-Läden statt Restaurants.
Braucht man für Hawaii ein Visum?
Für einen touristischen Aufenthalt bis 90 Tage reicht als Deutscher die ESTA-Genehmigung, die du vorab online beantragst und bezahlst. Ein klassisches Visum ist nicht nötig. Der Reisepass muss gültig sein; die Einreisekontrolle erfolgt am ersten US-Flughafen auf dem Festland.
Kann man auf Hawaii das ganze Jahr baden?
Ja, das Meer hat ganzjährig 24 bis 27 Grad. Beachte aber die Brandung: An den Nordküsten der Inseln rollen im Winter (November bis April) sehr große, gefährliche Wellen an, während dieselben Strände im Sommer ruhig sind. Achte immer auf die Warnflaggen und Strömungshinweise.
Welche Insel ist am besten für Familien mit Kindern?
Oahu ist für Familien am einfachsten: Waikiki hat flaches Wasser, viele Angebote und kurze Wege. Maui punktet mit Walbeobachtung und familienfreundlichen Resorts im Süden. Kauais Südküste um Poʻipū ist ruhig und sonnig. Big Island erfordert wegen der Distanzen etwas mehr Planung.
Muss man auf Hawaii Sehenswürdigkeiten vorab reservieren?
Für einige ja: Das USS-Arizona-Memorial in Pearl Harbor, der Haleakalā-Sonnenaufgang auf Maui, der Waiʻānapanapa-State-Park und der Hāʻena State Park auf Kauai verlangen vorab gebuchte Zeitfenster. Reserviere diese Highlights früh, denn die Tageskontingente sind begrenzt und schnell vergeben.
HawaiiSechs bereisbare Inseln mitten im Pazifik, von der Surfmetropole Honolulu bis zu Lavafeldern, die noch dampfen – Hawaii ist Amerikas tropischer Bundesstaat mit eigener Zeitzone.
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