Die Hawaii-Inseln im Überblick
Sechs Inseln, sechs Charaktere – und die erste Entscheidung deiner Reise fällt lange vor dem Kofferpacken, nämlich welche du dir überhaupt vornimmst.
Hawaii besteht aus acht Hauptinseln, aber nur sechs davon bereist du wirklich. Oahu ist die belebteste und Ankunftspunkt fast aller Reisen: Hier liegen Honolulu, der Stadtstrand Waikiki und Pearl Harbor. Maui ist die klassische Zweitinsel mit dem Vulkan Haleakalā und der Road to Hana. Big Island, offiziell Hawaiʻi Island, ist die größte und jüngste, mit aktiven Vulkanen und dem Hochgebirge Mauna Kea. Kauai ist die grünste und älteste. Dazu kommen die ruhigen Schwesterinseln Molokai und Lanai, die kaum touristisch erschlossen sind.
Die beiden übrigen Inseln kannst du nicht besuchen, und das aus gutem Grund: Niʻihau ist seit 1864 in Privatbesitz einer einzigen Familie und für Außenstehende gesperrt – die rund 80 Bewohner leben weitgehend nach alter hawaiischer Tradition. Kahoʻolawe diente dem US-Militär jahrzehntelang als Übungsziel, ist heute unbewohnt und wegen alter Munitionsreste nur eingeschränkt zugänglich. Für deine Planung zählen also die sechs großen: Sie unterscheiden sich in Landschaft, Preisniveau und Tempo deutlich.
Der häufigste Fehler von Erstbesuchern ist, zu viele Inseln in zu wenig Tage zu quetschen. Jeder Inselwechsel bedeutet: Mietwagen abgeben, zum Flughafen, einchecken, fliegen, neuen Wagen übernehmen, neu einkaufen – ein halber Tag ist schnell weg. Plane deshalb pro Insel mindestens vier bis fünf Nächte und begnüge dich bei zwei Wochen mit zwei Inseln. Die klassische Erstkombination ist Oahu plus Maui; wer Natur will, tauscht Maui gegen Big Island oder Kauai.
Für die grobe Orientierung hilft ein Vergleich: Oahu ist Stadt, Strand und Geschichte in einem, gut auch ohne perfekten Plan. Maui ist der Allrounder mit Vulkan, Walen und guten Stränden. Big Island ist rau, weit und vulkanisch – hier fährst du die größten Distanzen. Kauai ist Regenwald, Canyon und Wandern, ruhiger und feuchter als der Rest. Molokai und Lanai schließlich sind etwas für Wiederholungstäter, die das ursprüngliche, langsame Hawaii ohne Hotelburgen suchen.









