Die schönsten Sehenswürdigkeiten der polnischen Ostsee
Am frühen Morgen, wenn die Sanatoriumsgäste in Kolberg schon am Steg stehen und die ersten Radler die Promenade entlangrollen, hat die Küste ihren ruhigsten Moment.
Fang im Osten an, in Danzig: Der Lange Markt mit seinen schmalen, bunt verzierten Bürgerhäusern führt zum Neptunbrunnen und zum Rechtstädtischen Rathaus, dessen Turm du für den Rundblick besteigen kannst. Ein paar Schritte weiter ragt die Marienkirche auf, die größte Backsteinkirche der Welt, in die über 20.000 Menschen passen. Die Mariacka-Gasse mit ihren Beischlägen und Bernsteinläden ist die Bühne der Stadt – hier wird das Baltische Gold seit Jahrhunderten geschliffen und verkauft. Plane für die Altstadt mindestens einen ganzen Tag ein.
Der zweite Fixpunkt liegt in Sopot, nur eine Viertelstunde mit der SKM-Bahn entfernt: Der hölzerne Seesteg reicht 511 Meter aufs Wasser hinaus und ist damit der längste seiner Art in Europa. Am Fuß der Molo beginnt die Flaniermeile Monte Cassino mit dem Krzywy Domek, dem absichtlich schief gebauten Haus, das aussieht, als wäre es geschmolzen. Wer den ganzen Bogen der Dreistadt sehen will, hängt Gdingen mit seinem Hafen und dem Museumsschiff Dar Pomorza an.
Weiter westlich steht Kolberg für die Kur-Seite der Küste: der elegante Seesteg, der begehbare Leuchtturm am Hafen und der wuchtige Backsteindom aus dem 14. Jahrhundert, der im Krieg fast völlig zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Der Kurpark und die Solequellen erinnern daran, warum der Ort seit dem 19. Jahrhundert Badegäste anzieht. Von hier aus lohnt der Blick aufs Wasser genauso wie der Bummel durch die neu gestaltete Uferpromenade.
Und ganz im Westen, in Swinemünde, schließt sich der Kreis zur deutschen Insel Usedom: Der weiße Leuchtturm ist mit rund 65 Metern der höchste an der ganzen Ostsee und über eine steile Treppe zu besteigen. Die weitläufige Kurpromenade geht nahtlos in die der deutschen Kaiserbäder über – nirgends sonst kannst du zu Fuß von einem Land ins andere spazieren und dabei am selben Strand bleiben. Das Fort Anioła aus preußischer Zeit rundet den Besuch ab.








