Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Phuket
Kurz nach sieben, bevor die Hitze steht, führt die Straße in Serpentinen zum Big Buddha hinauf, und über den Baumkronen taucht die weiße Marmorfigur zwischen den Wolken auf.
Der Big Buddha auf den Nakkerd-Hügeln ist das erste Ziel für die meisten: eine 45 Meter hohe Figur, mit weißem Marmor verkleidet, die man von der halben Insel aus sieht. Der Aufstieg per Roller oder Taxi lohnt sich am frühen Morgen, wenn die Luft noch klar ist und der Blick über beide Küsten reicht – im Süden die Bucht von Chalong, im Westen die Strände von Kata und Karon. Es ist eine aktive Tempelanlage, kein Fotostopp: Schultern und Knie bleiben bedeckt, am Eingang liegen Sarongs zum Ausleihen, und der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Unten am Fuß der Hügel liegt Wat Chalong, der bedeutendste buddhistische Tempel der Insel. Die große Pagode erhebt sich über mehrere Etagen mit vergoldeten Buddhas, Wandmalereien und einem Aussichtsumgang; Einheimische kommen zum Beten, nicht für Selfies, und ein leiser, respektvoller Ton passt hierher. Zieh die Schuhe aus, bevor du die Hallen betrittst, und fotografiere Betende nur mit Zurückhaltung. Ein früher Vormittag ist auch hier die beste Zeit – dann teilst du die Anlage mit weniger Bussen und die Steinböden haben sich noch nicht aufgeheizt.
Am südlichsten Punkt der Insel schiebt sich das Kap Promthep als felsiger Finger in die Andamanensee. Der Aussichtspunkt ist Phukets Sonnenuntergangs-Klassiker: Gegen Abend füllt sich der Parkplatz, Verkäufer bieten Getränke an, und wenn die Sonne hinter den vorgelagerten Inseln versinkt, wird es für ein paar Minuten still. Komm eine gute halbe Stunde vorher, such dir einen Platz auf den Felsstufen abseits der Hauptterrasse, und bleib nach dem Untergang noch – die blaue Stunde über dem Meer ist oft schöner als das eigentliche Farbenspiel.
Wer mehr Zeit hat, verteilt die restlichen Klassiker über die Woche: der Windmühlen-Aussichtspunkt und der benachbarte Karon Viewpoint über den drei Buchten Kata Noi, Kata und Karon; die Altstadt von Phuket Town mit ihren Kaufmannshäusern; und, für Kinder wie Erwachsene, eine der seriösen Elefanten-Schutzstationen im Landesinneren, wo die Tiere nicht geritten, sondern beobachtet und gefüttert werden. Plane pro Tag nur ein bis zwei Programmpunkte – die Fahrzeiten über die hügelige Insel sind länger, als die Karte vermuten lässt.








