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    Was ist Schneeblindheit? Definition, Symptome und Schutz

    Reiseformen & Tourismustrends

    Schneeblindheit (Photokeratitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Hornhaut durch übermäßige UV-Strahlung, die vor allem beim Wintersport ohne geeigneten Augenschutz auftritt.

    Was ist Schneeblindheit?

    Schneeblindheit ist im Grunde ein Sonnenbrand deiner Augen. Die medizinischen Begriffe dafür lauten Photokeratitis oder aktinische Keratose. Wenn du zu lange ungeschützt in intensiver UV-Strahlung unterwegs bist, verbrennen die Hornhaut und Bindehaut deines Auges – ähnlich wie deine Haut nach zu viel Sonne.

    Besonders heikel wird es, wenn Schnee, Eis oder Wasser die Sonnenstrahlen reflektieren. Frischer Schnee kann bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung zurückwerfen, weshalb das Risiko für Schneeblindheit beim Skifahren, Snowboarden oder auf Gletscherwanderungen extrem hoch ist. Aber auch im Sonnenstudio oder am Strand kann es passieren, wenn du deine Augen nicht ausreichend schützt.

    Die Schneeblindheit Erklärung ist eigentlich simpel: UV-B-Strahlen dringen in die obersten Zellschichten deiner Hornhaut ein und zerstören sie. Die Schädigung ist meist vorübergehend, kann aber sehr schmerzhaft sein. Mit der Höhe nimmt die UV-Intensität zu – pro 1000 Höhenmeter steigt sie um etwa 10 bis 12 Prozent. Deshalb sind Bergsteiger und Wintersportler besonders gefährdet.

    Symptome und Verlauf der Photokeratitis

    Das Tückische an der Schneeblindheit: Die Symptome zeigen sich erst mit Verzögerung. Meist merkst du erst sechs bis zwölf Stunden nach der UV-Belastung, dass etwas nicht stimmt. Plötzlich fühlst du ein starkes Brennen oder stechende Schmerzen in beiden Augen. Es fühlt sich an, als hättest du Sand oder Glassplitter unter den Lidern – ein unerträgliches Fremdkörpergefühl, das kaum auszuhalten ist.

    Deine Augen werden extrem lichtempfindlich. Selbst normales Zimmerlicht ist kaum zu ertragen, die Augen tränen ständig und sind gerötet. Oft kommen Lidkrämpfe dazu – du kannst die Augen kaum noch öffnen. Dein Sehen wird verschwommen, alles wirkt wie durch einen Schleier. In schweren Fällen ist die Sicht so stark eingeschränkt, dass du dich kaum orientieren kannst.

    Schneeblindheit Dauer: Wie lange hält es an?

    Die gute Nachricht: In unkomplizierten Fällen bessern sich die Beschwerden innerhalb von 24 bis 48 Stunden deutlich. Deine Hornhaut regeneriert sich nämlich erstaunlich schnell – die obersten Zellschichten erneuern sich ständig, ähnlich wie bei deiner Haut. Nach zwei bis drei Tagen ist die Photokeratitis meist komplett ausgeheilt.

    Allerdings können Kopfschmerzen und leichte Sehstörungen noch mehrere Wochen bestehen bleiben. Wenn deine Schmerzen nach 48 Stunden nicht nachlassen oder deine Sehkraft sich deutlich verschlechtert, solltest du unbedingt zum Augenarzt gehen. Bei Kindern, Menschen mit Vorerkrankungen der Augen oder Kontaktlinsenträgern ist eine ärztliche Kontrolle generell sinnvoll.

    Erste Hilfe und Behandlung bei Schneeblindheit

    Sobald du Symptome bemerkst, ist schnelles Handeln wichtig. Geh sofort raus aus der Sonne und suche einen abgedunkelten Raum auf. Falls du Kontaktlinsen trägst, nimm sie raus. Dann heißt es: Augen schonen und auf keinen Fall reiben, auch wenn das Jucken noch so unangenehm ist. Reibung verschlimmert die Schädigung nur.

    Kühle, feuchte Umschläge auf den geschlossenen Augen verschaffen schnell Linderung. Nimm dafür saubere, mit kaltem Wasser getränkte Tücher oder Kompressen. Decke beide Augen mit einer dunklen Binde ab oder trage eine gute Sonnenbrille, um sie vor weiterem Lichteinfall zu schützen. Bei starken Schmerzen kannst du Ibuprofen oder Paracetamol nach Packungsbeilage einnehmen.

    Welche Augentropfen helfen?

    Für die Selbstbehandlung eignen sich konservierungsmittelfreie, befeuchtende Tränenersatzmittel – sogenannte künstliche Tränen. Du kannst sie mehrmals täglich anwenden, sie spenden Feuchtigkeit und unterstützen die Heilung. Vom Arzt bekommst du möglicherweise antibiotische Augentropfen oder -salben verschrieben, die verhindern, dass sich die geschädigte Hornhaut mit Bakterien infiziert.

    Zusätzlich können entzündungshemmende NSAR-Augentropfen wie Diclofenac zum Einsatz kommen, die Schmerzen und Entzündungen lindern. Betäubende Tropfen (Lokalanästhetika) gehören ausschließlich in ärztliche Hände – sie können die Heilung stören und sind nicht für die Selbstanwendung gedacht. Wenn du trotz Schonung keine Besserung siehst oder die Beschwerden sehr stark sind, lass dich augenärztlich untersuchen.

    Schneeblindheit verhindern: Der richtige Augenschutz

    Die beste Strategie ist Vorbeugung. Mit der richtigen Sonnenbrille kannst du Schneeblindheit komplett vermeiden. Achte auf eine hochwertige Ski- oder Gletscherbrille mit 100 Prozent UV-Schutz. Die Kennzeichnung "UV400" bedeutet, dass alle UV-Strahlen bis 400 Nanometer gefiltert werden – das ist das, was du brauchst. Das CE-Zeichen auf dem Brillenbügel zeigt dir, dass die Brille nach europäischer Norm geprüft wurde.

    Für normales Skifahren sollte deine Brille mindestens Filterkategorie 3 haben, auf Gletschern oft Kategorie 4. Diese Kategorien geben an, wie stark die Brille das sichtbare Licht filtert. Wichtig ist auch, dass die Brille groß genug ist und seitlich gut anliegt – UV-Strahlung kommt nämlich auch von oben, unten und von den Seiten als Streustrahlung auf dein Auge. Eine normale Sonnenbrille ohne Seitenschutz reicht am Berg nicht aus.

    Reichen Kontaktlinsen mit UV-Filter?

    Nein, Kontaktlinsen mit UV-Filter allein bieten keinen ausreichenden Schutz. Sie bedecken nur einen kleinen Teil deines Auges – die Hornhaut und Bindehaut drumherum bleiben ungeschützt. Selbst wenn du solche Linsen trägst, brauchst du zusätzlich eine Sonnenbrille mit vollem UV-Schutz. Skibrillen nach Norm EN 174 bieten übrigens nicht nur UV-Schutz, sondern auch Aufprallschutz gegen Wind, Schnee und Partikel.

    Unterschätze das Risiko nicht, auch an bewölkten Tagen. Wolken filtern UV-Strahlung nur minimal – bis zu 80 Prozent kommen trotzdem durch. Und je höher du dich bewegst, desto intensiver wird die Strahlung. Wer regelmäßig ohne Schutz unterwegs ist, riskiert nicht nur akute Schneeblindheit, sondern langfristig auch ernstere Schäden.

    Schneeblindheit Folgen: Was passiert bei wiederholter Belastung?

    Einmalige Schneeblindheit heilt normalerweise folgenlos aus. Aber wiederholte UV-Schäden der Hornhaut können ernste Konsequenzen haben. Deine Hornhautoberfläche wird anfälliger für Erosionen – kleine Verletzungen, die immer wieder aufbrechen können. Das Risiko für Infektionen (Keratitis) steigt, und im schlimmsten Fall können Vernarbungen entstehen, die deine Sehkraft dauerhaft beeinträchtigen.

    Langfristig erhöht chronische UV-Belastung auch das Risiko für andere Augenerkrankungen. Dazu gehören Linsentrübungen (Grauer Star/Katarakt), die meist erst im Alter auftreten, aber durch UV-Exposition früher und stärker kommen können. Auch Wucherungen der Bindehaut (Pterygium) oder Veränderungen der Netzhaut können die Folge sein.

    Deshalb gilt: Nimm den Augenschutz ernst, besonders wenn du regelmäßig am Berg, auf dem Wasser oder in großen Höhen unterwegs bist. Deine Augen verzeihen dir zwar die eine oder andere Unachtsamkeit, aber sie merken sich jede UV-Überdosis. Einmal geschädigte Strukturen lassen sich oft nicht mehr reparieren. Wenn du jetzt in guten Schutz investierst, bewahrst du dir deine Sehkraft für die kommenden Jahrzehnte – und ersparst dir nebenbei sehr schmerzhafte Erlebnisse auf der Hütte oder im Hotelzimmer.

    Aktualisiert am: 12. Januar 2026

    Häufig gestellte Fragen zu Schneeblindheit

    Schneeblindheit (Photokeratitis) ist eine Verbrennung der Hornhaut und Bindehaut durch zu viel UV-Strahlung – ähnlich einem Sonnenbrand der Haut. Sie tritt besonders häufig beim Wintersport auf, wenn Schnee die UV-Strahlen stark reflektiert.

    In den meisten Fällen bessern sich die Symptome innerhalb von 24 bis 48 Stunden deutlich. Nach zwei bis drei Tagen ist die Hornhaut meist komplett ausgeheilt. Kopfschmerzen und leichte Sehstörungen können aber noch mehrere Wochen anhalten.

    Typisch sind starke Schmerzen oder Brennen in beiden Augen, ein Gefühl von Sand im Auge, extreme Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss und Rötung. Die Symptome treten meist erst 6 bis 12 Stunden nach der UV-Belastung auf. Oft kannst du die Augen vor Lidkrampf kaum öffnen.

    Geh sofort in einen abgedunkelten Raum, entferne Kontaktlinsen und reibe nicht an den Augen. Kühle, feuchte Kompressen lindern die Schmerzen. Bei Bedarf kannst du Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Künstliche Tränen (befeuchtende Augentropfen) unterstützen die Heilung.

    Für die Selbstbehandlung eignen sich konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel, die mehrmals täglich angewendet werden können. Dein Arzt kann zusätzlich antibiotische Augentropfen verschreiben, um Infektionen zu verhindern. Betäubende Tropfen gehören nur in ärztliche Hände.

    Du brauchst eine Ski- oder Gletscherbrille mit 100% UV-Schutz (Kennzeichnung UV400) und CE-Prüfzeichen. Für normales Skifahren sollte die Brille mindestens Filterkategorie 3 haben, auf Gletschern Kategorie 4. Wichtig ist auch ein guter Seitenschutz.

    Geh zum Augenarzt, wenn die Schmerzen sehr stark sind, deine Sehkraft deutlich abnimmt oder die Beschwerden nach 48 Stunden nicht besser werden. Auch Kinder, Menschen mit Augenerkrankungen oder Kontaktlinsenträger sollten sich bei Verdacht auf Photokeratitis untersuchen lassen.

    Wiederholte UV-Schäden machen die Hornhaut anfälliger für Erosionen, Infektionen und Vernarbungen, die dauerhaft die Sehkraft beeinträchtigen können. Langfristig steigt auch das Risiko für Grauen Star (Katarakt) und andere UV-assoziierte Augenerkrankungen.