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    Illustration für Was ist eine Degustation? Was bedeutet das und wie funktioniert eine professionelle Verkostung?

    Was ist eine Degustation? Was bedeutet das und wie funktioniert eine professionelle Verkostung?

    Kulinarische Begriffe & Spezialitäten auf Reisen erklärt

    Eine Degustation ist eine systematische Verkostung von Genussmitteln wie Wein, Kaffee oder Speisen zur bewussten Beurteilung von Geschmack, Aroma und Qualität.

    Was ist eine Degustation? Die Bedeutung erklärt

    Degustation bedeutung – dieser Begriff begegnet dir vielleicht beim Besuch eines Weinguts oder in gehobenen Restaurants. Eine Degustation ist eine systematische Verkostung von Genussmitteln, bei der du Geschmack, Aroma und Qualität bewusst analysierst. Der französische Begriff "dégustation" bedeutet wörtlich "Verkostung" und beschreibt einen strukturierten Prozess, der weit über ein einfaches Probieren hinausgeht.

    Im Gegensatz zu einer lockeren Weinprobe folgt eine Degustation klaren Regeln. Du sprichst dabei deine Sinne in einer bestimmten Reihenfolge an: Erst betrachtest du das Produkt visuell (Farbe, Klarheit), dann nimmst du den Geruch wahr und schließlich schmeckst du es im Mund. Dabei rollst du die Flüssigkeit über deine Zunge und spuckst sie oft aus, um deinen Gaumen neutral zu halten. Diese Methode ermöglicht es dir, mehrere Produkte nacheinander objektiv zu beurteilen, ohne dass deine Wahrnehmung beeinträchtigt wird.

    Professionelle Degustationen finden unter kontrollierten Bedingungen statt. Das bedeutet: neutrale Umgebung, weiße Unterlagen zur besseren Farbbeurteilung und manchmal sogar Blindverkostungen, bei denen Etiketten verdeckt werden. So kannst du Produkte wirklich nach ihrer Qualität bewerten, ohne von Marken oder Preisen beeinflusst zu werden.

    Degustation de vin – So läuft eine Weinverkostung ab

    Bei einer degustation de vin (Weinverkostung) folgst du einem klaren Ablauf, der sich in drei Hauptschritte gliedert. Zuerst hältst du das Glas gegen eine weiße Fläche und beobachtest die Farbe des Weins. Ein junger Rotwein zeigt intensive purpurrote Töne, während ein gereifter Wein eher ziegelrote Nuancen aufweist. Schwenkst du das Glas leicht, bilden sich Schlieren an der Innenseite – die sogenannten Tränen oder Schlegel, die dir Hinweise auf den Alkoholgehalt geben.

    Der zweite Schritt ist die olfaktorische Prüfung. Du riechst zuerst am ruhenden Glas (Dry Aroma), dann schwenkst du es und nimmst das freigesetzte Bouquet wahr. Dabei erkennst du verschiedene Aromen – von fruchtigen Noten wie Beeren oder Zitrusfrüchten über florale Düfte bis hin zu würzigen oder holzigen Komponenten. Diese Geruchsanalyse verrät dir bereits viel über Herkunft, Rebsorte und Reifegrad des Weins.

    Die gustatorische Prüfung

    Beim eigentlichen Schmecken nimmst du einen kleinen Schluck und lässt den Wein durch deinen gesamten Mundraum rollen. So erreichst du alle Geschmackszonen deiner Zunge: vorne die Süße, an den Seiten die Säure, hinten die Bitterkeit. Bei Rotweinen prüfst du zusätzlich die Tanninstruktur – jenes leicht pelzige Gefühl, das sich auf deiner Zunge anfühlt. Profis spucken den Wein nach dieser Analyse in einen Spucknapf aus, um auch nach zehn oder mehr Proben noch klar urteilen zu können.

    Eine klassische Weinprobe degustation kreuzworträtsel würde diesen Prozess vielleicht als "systematische Sinnesprüfung" oder "professionelle Verkostung" umschreiben. Besonders bei renommierten Veranstaltungen wie der degustation saint guillaume, einem bekannten Weinfest in der Schweiz, kannst du diese traditionelle Verkostungskunst hautnah erleben und selbst trainieren.

    Unterschiedliche Arten von Degustationen

    Degustationen gibt es in vielen Varianten, und sie beschränken sich längst nicht nur auf Wein. Bei einer Kaffee-Degustation, dem sogenannten Cupping, verwendest du frisch gemahlenen Specialty-Kaffee und gießt ihn mit 93°C heißem Wasser auf. Nach vier Minuten brichst du die Kruste an der Oberfläche und schlürfst den Kaffee geräuschvoll, um die Aromen optimal über deine Zunge zu verteilen. Dabei bewertest du Body (Mundgefühl), Acidity (Säure) und Aromakomplexität.

    Auch Spirituosen wie Whisky, Gin oder Rum werden professionell degustiert, meist in speziellen Nosing-Gläsern, die Aromen konzentrieren. Bier-Tastings fokussieren sich auf Schaumhöhe, Carbonation und das Gleichgewicht zwischen Malzigkeit und Hopfenbittere. Selbst Olivenöl, Honigwein, Tee oder Schokolade haben ihre eigenen Verkostungstraditionen mit spezifischen Bewertungskriterien.

    Degustationen mit Speisen kombinieren

    Eine besonders spannende Form sind Food-Pairing-Degustationen. Hier kombinierst du Getränke mit passenden Speisen, um Harmonien zu entdecken. Ein klassisches Beispiel: Ein säurebetonter Weißwein ergänzt fetthaltige Käsesorten perfekt, weil die Säure das Fett im Mund ausbalanciert. Oder du probierst dunkle Schokolade mit einem kräftigen Whisky – die Bitterstoffe im Kakao verstärken die holzigen Noten der Spirituose.

    Bei professionellen Food-and-Wine-Events werden dir meist 4 bis 6 Gänge mit jeweils passenden Weinen serviert. Die Reihenfolge führt dich von leichten zu intensiven Geschmackserlebnissen. Ein Sommelier erklärt dir dabei die Paarungen und warum bestimmte Kombinationen funktionieren. So lernst du nicht nur die Produkte kennen, sondern entwickelst auch ein Gespür für gelungene Geschmackskompositionen.

    Degustation vs. Tasting – Wo liegt der Unterschied?

    Vielleicht fragst du dich: Was ist eine degustation im Vergleich zu einem normalen Tasting? Der Hauptunterschied liegt in der Zielsetzung und dem Ablauf. Eine Degustation ist analytisch und professionell ausgerichtet. Du arbeitest mit Bewertungsbögen, notierst spezifische Merkmale und versuchst, objektive Qualitätsurteile zu fällen. Dabei nutzt du Fachbegriffe wie "Body", "Tannin", "Bouquet" oder "Clean Cup" – ein Vokabular, das präzise Beschreibungen ermöglicht.

    Ein lockeres Tasting hingegen ist genussorientiert und gesellig. Hier steht das Erlebnis im Vordergrund, du tauschst dich mit anderen aus und genießt die Produkte ohne strenge Regeln. Während bei einer Degustation das Ausspucken üblich ist, trinkst du bei einem Tasting die Proben meist vollständig. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung: Die Degustation schult deine Sinne und dein Verständnis, das Tasting feiert den puren Genuss.

    Wenn du deine eigenen Verkostungsfähigkeiten entwickeln möchtest, kannst du mit einfachen Übungen beginnen. Probiere verschiedene Kaffeesorten blind und versuche, Unterschiede zu erkennen. Oder verkostest du Weine systematisch nach dem beschriebenen Schema und notierst deine Eindrücke. Mit der Zeit entwickelst du ein feines Sensorium und erkennst selbst subtile Nuancen. Egal ob bei einer degustation de vin, einem Kaffee-Cupping oder einer Schokoladenverkostung – der bewusste Genuss öffnet dir eine ganz neue Welt der Aromen.

    Aktualisiert am: 17. Januar 2026

    Häufig gestellte Fragen zu Degustation

    Degustation stammt aus dem Französischen und bedeutet "Verkostung". Es bezeichnet eine systematische und professionelle Prüfung von Genussmitteln wie Wein, Kaffee oder Speisen, bei der du Geschmack, Aroma und Qualität bewusst analysierst.

    Bei einer Weinverkostung prüfst du den Wein in drei Schritten: visuell (Farbe und Klarheit), olfaktorisch (Geruch vor und nach dem Schwenken) und gustatorisch (Schmecken und Rollen im Mund). Profis spucken den Wein aus, um den Gaumen neutral zu halten.

    Eine Degustation ist analytisch und professionell mit Bewertungsbögen und Fachbegriffen. Ein Tasting ist lockerer und genussorientiert ohne strenge Regeln. Bei Degustationen spuckst du meist aus, bei Tastings trinkst du die Proben.

    Neben Wein-Degustationen gibt es professionelle Verkostungen für Kaffee (Cupping), Spirituosen wie Whisky und Gin, Bier, Tee, Olivenöl, Schokolade und sogar Speisen. Jede folgt spezifischen Regeln und nutzt eigene Bewertungskriterien.

    Die Degustation Saint Guillaume ist ein renommiertes Weinfest in der Schweiz, bei dem du traditionelle Verkostungskunst hautnah erleben kannst. Solche Veranstaltungen bieten dir die Möglichkeit, professionelle Degustationen unter Anleitung von Experten zu trainieren.