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    Illustration für Sonnenbrille – Definition, Geschichte und Wissenswertes für Reisende

    Sonnenbrille – Definition, Geschichte und Wissenswertes für Reisende

    Reisebegleiter & Reisegadgets

    Was ist eine Sonnenbrille, wie funktioniert sie und worauf kommt es beim UV-Schutz an? Der kompakte Lexikon-Eintrag erklärt alles Wichtige für Reisende.

    Was ist eine Sonnenbrille? Definition und Grundlagen

    Sonnenbrille bezeichnet eine Brille mit getönten oder gefilterten Gläsern, die das Auge vor UV-Strahlung, Blendung und infrarotem Licht schützt. Im Gegensatz zur Korrektionsbrille geht es bei der Sonnenbrille nicht primär um Sehschärfe, sondern um Schutz und Komfort bei hellem Licht. Moderne Modelle vereinen dabei Augenschutz mit Mode – kaum ein Accessoire ist auf Reisen so unverzichtbar.

    Was kann eine Sonnenbrille konkret? Sie blockiert UV-Strahlung, reduziert Blendung durch reflektiertes Licht und schützt die empfindliche Augenpartie vor Wind, Staub und Austrocknung. Je nach Glastyp filtert sie zusätzlich blaues Licht oder passt sich automatisch an wechselnde Lichtverhältnisse an (phototrope Gläser). Für Reisende bedeutet das: weniger Augenermüdung auf langen Fahrten, bessere Sicht am Strand und echten Gesundheitsschutz im Hochgebirge.

    Wie funktioniert eine Sonnenbrille?

    Das Prinzip ist simpel: Die Gläser absorbieren oder reflektieren bestimmte Wellenlängen des Lichts, bevor sie das Auge erreichen. Getönte Gläser enthalten Farbstoffe oder Metalloxide in der Glasmasse, die sichtbares Licht dämpfen. Der UV-Schutz funktioniert über spezielle UV-Absorber, die in das Glasmaterial eingebettet oder als Beschichtung aufgetragen sind – unabhängig von der Tönung. Das bedeutet: Auch ein helles Glas kann vollen UV400-Schutz bieten, während ein dunkles Glas ohne UV-Filter sogar schädlich sein kann, weil sich die Pupillen weiten und mehr Strahlung ins Auge lassen.

    Polarisationsfilter gehen einen Schritt weiter. Sie blockieren horizontal reflektiertes Licht – etwa Blendung von Wasseroberflächen, nassen Straßen oder Schnee. Die Technik basiert auf einer ausgerichteten Folie zwischen den Glasschichten, die nur vertikal schwingendes Licht durchlässt. Ideal für Wassersport, Skifahren und Autofahrten.

    Die Geschichte der Sonnenbrille erklärt – von Knochen bis Ray-Ban

    Die Geschichte der Sonnenbrille erklärt sich am besten über ihre Meilensteine. Schon vor rund 4000 Jahren schnitzten die Inuit in der Arktis sogenannte Schneebrillen aus Walrossknochen oder Treibholz – mit einem schmalen Sehschlitz gegen die gleißende Reflexion auf Schnee und Eis. Im antiken Rom beobachtete Kaiser Nero (37–68 n. Chr.) Gladiatorenkämpfe durch geschliffene Smaragde, um das grelle Sonnenlicht der Arena zu dämpfen.

    In Europa kamen ab dem 15. Jahrhundert die ersten farbigen Sonnenschutzgläser auf – grün, blau, rot, meist als teure Einzelanfertigungen. Der englische Optiker James Ayscough präsentierte 1752 die ersten Rauchglasbrillen in moderner Form. Im 19. Jahrhundert entdeckten Wissenschaftler wie Marie Theodore Fieuzal und Alfred Vogt die schädliche Wirkung von UV-Strahlung auf das Auge – der Startschuss für echten, wissenschaftlich fundierten Sonnenschutz.

    Erfahre hier mehr über die spannende Geschichte der Sonnenbrille!

    Der Durchbruch im 20. Jahrhundert

    1929 verkaufte Sam Foster am Strand von Atlantic City die ersten Massen-Sonnenbrillen. 1937 brachte Bausch & Lomb die legendäre Ray-Ban Aviator auf den Markt – ursprünglich für US-Militärpiloten entwickelt. 1952 folgte die Ray-Ban Wayfarer, die durch Stars wie James Dean und Audrey Hepburn zur Kultur-Ikone wurde. Erwin Käsemann erfand 1937 den Polarisationsfilter. Mitte der 1960er entwickelte Corning die ersten phototropen Gläser, die sich bei Sonneneinstrahlung automatisch verdunkeln.

    Heute ist die Sonnenbrille längst mehr als ein Schutzgerät. Sie ist Modeaccessoire, Statussymbol und für Reisende in sonnigen Regionen absolut unverzichtbar.

    Mehr spannende Infos zur Geschichte der Sonnenbrille findest du hier!

    UV-Schutz Sonnenbrille – worauf du beim Kauf achten solltest

    Der UV-Schutz einer Sonnenbrille ist das wichtigste Kaufkriterium – wichtiger als Marke, Design oder Preis. Gläser mit UV400-Kennzeichnung blockieren 100 % der UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung bis 400 Nanometer Wellenlänge. Die europäische CE-Kennzeichnung garantiert Schutz bis mindestens 380 nm und ist das absolute Minimum.

    Eine gängige Fehleinschätzung: Dunkle Gläser schützen besser. Falsch. Die Tönung regelt nur die Lichtdurchlässigkeit, nicht den UV-Schutz. Dunkle Gläser ohne UV-Filter weiten sogar die Pupillen und lassen so mehr schädliche Strahlung ins Auge – gefährlicher als gar keine Brille.

    Filterkategorien für verschiedene Reiseziele

    Die Norm ISO 12312-1 teilt Sonnenbrillen in fünf Kategorien ein. Kategorie 0 (80–100 % Lichtdurchlässigkeit) eignet sich für bewölkte Tage, Kategorie 2 (18–43 %) für den mitteleuropäischen Sommer, Kategorie 3 (8–18 %) für Strand, Mittelmeer und Berge, und Kategorie 4 (3–8 %) für Gletscher und Hochgebirge. Wichtig: Mit Kategorie 4 darfst du nicht Auto fahren.

    Praktische Tipps für Reisende

    Für die meisten Reisen ist Kategorie 3 die richtige Wahl. Wer Wassersport plant oder lange Autofahrten vor sich hat, profitiert von polarisierten Gläsern. Auf Gletschertouren und im Hochgebirge gehört eine Kategorie-4-Brille mit seitlichem Schutz ins Gepäck. Und selbst auf Städtetrips lohnt sich eine gute Sonnenbrille – sie schützt nicht nur vor UV, sondern reduziert Augenermüdung an langen Sightseeing-Tagen erheblich.

    Achte beim Kauf auf: CE-Kennzeichnung oder UV400-Label, keine optischen Verzerrungen beim Durchschauen, stabiler Rahmen ohne scharfe Kanten und guten Sitz ohne Druckstellen. Eine Sonnenbrille, die rutscht oder drückt, trägst du nicht – und schlechter Schutz ist kein Schutz.

    Weiterführende Artikel

    Du willst tiefer einsteigen? In unserem ausführlichen Artikel zur Geschichte der Sonnenbrille erfährst du alles über 4000 Jahre Brillengeschichte – von den Inuit-Schneebrillen bis zu Hollywood-Ikonen wie Audrey Hepburn und Tom Cruise. Oder schau in unsere Packlisten für deinen nächsten Urlaub, damit die richtige Sonnenbrille garantiert im Gepäck landet.

    Aktualisiert am: 04. Februar 2026

    Häufig gestellte Fragen zu Sonnenbrille

    Eine Sonnenbrille ist eine Brille mit getönten oder gefilterten Gläsern, die deine Augen vor UV-Strahlung, Blendung und infrarotem Licht schützt. Moderne Modelle bieten dir zusätzlich Polarisation, phototrope Eigenschaften oder Blaulichtfilter.

    UV-Absorber im Glasmaterial oder als Beschichtung blockieren ultraviolette Strahlung, bevor sie dein Auge erreicht. Das passiert unabhängig von der Tönung – auch helle Gläser können vollen UV400-Schutz bieten.

    Die ältesten Sonnenbrillen sind rund 4000 Jahre alt: Schneebrillen der Inuit aus Walrossknochen. Wenn du dich für die Details interessierst – die moderne Sonnenbrille mit getöntem Glas entstand ab dem 18. Jahrhundert, die Massenproduktion begann 1929 mit Foster Grant.

    UV400 bedeutet, dass die Gläser 100 % der UV-Strahlung bis 400 Nanometer Wellenlänge blockieren – also UV-A, UV-B und UV-C. Das ist der beste verfügbare Standard und schützt deine Augen zuverlässig.

    Nicht unbedingt. Entscheidend ist der UV400-Schutz, den auch günstige Modelle bieten können. Teurere Brillen punkten oft mit besserer optischer Qualität und haltbareren Materialien – das lohnt sich für dich besonders bei häufigem Tragen auf Reisen.

    Für Strand und Mittelmeer ist Kategorie 3 ideal – sie lässt nur 8–18 % des Lichts durch. Für Hochgebirge und Gletscher brauchst du Kategorie 4. Aber Achtung: Mit Kategorie 4 darfst du nicht Auto fahren.

    Polarisierte Gläser filtern horizontal reflektiertes Licht – etwa Blendung von Wasseroberflächen, nassen Straßen oder Schnee. Das reduziert deine Augenermüdung und verbessert die Sicht deutlich, besonders wenn du Wassersport machst oder lange Autofahrten vor dir hast.

    Ja, sogar mehr als gar keine Brille. Dunkle Gläser ohne UV-Schutz weiten deine Pupillen, wodurch noch mehr schädliche UV-Strahlung ins Auge gelangt. Achte deshalb immer auf die CE-Kennzeichnung oder das UV400-Label.

    Die Ray-Ban Aviator (1937) hat tropfenförmige Gläser und einen dünnen Metallrahmen – ursprünglich für Piloten entwickelt, ideal für eckige Gesichter. Die Wayfarer (1952) bietet dir trapezförmige Acetat-Gläser mit markantem Rahmen und passt besonders zu runden und ovalen Gesichtsformen.