Die Geschichte der Sonnenbrille: 4000 Jahre Augenschutz – von der Arktis bis Hollywood

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Die Geschichte der Sonnenbrille: 4000 Jahre Augenschutz – von der Arktis bis Hollywood

Von den Schneebrillen der Inuit über Kaiser Neros Smaragde bis Ray-Ban und Hollywood: Die faszinierende Geschichte der Sonnenbrille als ultimativer Reise-Guide.

Von Jakob
Gründer & Reiseexperte
17 MIN LESEN

#Die Geschichte der Sonnenbrille: 4000 Jahre Augenschutz – von der Arktis bis Hollywood

Stell dir vor, du stehst vor 4000 Jahren in der gleißenden Arktis. Deine Augen brennen. Das Sonnenlicht, reflektiert von endlosen Schneeflächen, ist so grell, dass du kaum noch etwas erkennen kannst. Die Lösung? Ein Stück Walrossknochen mit einem schmalen Schlitz. Kein Designer-Label. Kein UV400-Sticker. Einfach nur ein genialer Einfall, der dein Augenlicht rettet.

Die Geschichte der Sonnenbrille beginnt nämlich nicht in einem italienischen Designstudio oder einer Fabrikhalle in New York – sondern in der eisigen Wildnis Grönlands. Was die Inuit dort vor Jahrtausenden aus reiner Notwendigkeit erfanden, ist heute eines der ikonischsten Accessoires der Welt. Eine Sonnenbrille steckt in fast jedem Reisegepäck, liegt auf fast jeder Strandliege, und ohne sie wäre kein Roadtrip-Selfie komplett.

Aber seit wann gibt es Sonnenbrillen eigentlich? Wie wurde aus einem primitiven Knochenschlitz ein Milliarden-Markt? Und warum trug Kaiser Nero Smaragde auf der Nase?

Diese Reise durch die Sonnenbrille Entstehung führt uns von der Arktis über das antike Rom, durch venezianische Glashütten und deutsche Optikerlabore bis nach Hollywood – und zeigt, wie aus einem simplen Schutzgerät das vielleicht coolste Accessoire der Welt wurde.

#Die Ursprünge – als Augenschutz noch Überlebensfrage war

Die Inuit-Schneebrillen: 4000 Jahre alte Genialität

Die Bedeutung der Inuit-Schneebrillen in der arktischen Kultur kann man kaum überschätzen. Vor rund 4000 Jahren standen die Bewohner der Arktis vor einem ernsthaften Problem: Das Sonnenlicht, reflektiert von Schnee und Eis, war so intensiv, dass es zur sogenannten Schneeblindheit führte – einer schmerzhaften UV-Schädigung der Hornhaut.

Ihre Lösung war so simpel wie brillant. Aus Walrossknochen, Treibholz oder Karibu-Geweih schnitzten sie Brillen mit nur einem schmalen Sehschlitz. Kein durchsichtiges Glas, kein Filter – allein die Verengung des Lichteinfalles reichte aus, um die Blendung drastisch zu reduzieren. Dass sie bewusst auf Metall verzichteten, hatte einen praktischen Grund: Bei arktischen Temperaturen würde Metall an der Haut festfrieren.

Diese Schneebrillen wurden individuell an das Gesicht des Trägers angepasst und dienten nicht nur dem Schutz, sondern auch der Jagd. Der verengte Blick half, Beute auf weiten Schneeflächen schärfer zu fokussieren. Einige Inuit-Gemeinschaften verwenden traditionelle Schneebrillen bis heute neben modernen Modellen.

Wer heute in Grönland, Alaska oder Nordkanada reist, kann in lokalen Museen originale Inuit-Schneebrillen bewundern. Sie gehören zu den ältesten Sonnenbrillen der Menschheitsgeschichte und erinnern daran, dass Innovation nicht immer aus Hightech-Laboren kommen muss.

Kaiser Nero und seine Smaragde: Sonnenschutz im antiken Rom

Auch im sonnenverwöhnten Rom kannte man das Problem der Blendung. Gajus Plinius der Ältere berichtete, dass Kaiser Nero (37–68 n. Chr.) die Kämpfe der Gladiatoren durch einen geschliffenen Smaragd oder Grünglas betrachtete. Das grüne Material dämpfte das grelle Sonnenlicht in der nur mangelhaft überdachten Arena.

Ob Nero damit tatsächlich den ersten Sonnenschutz der Antike trug oder sich einfach nur den Luxus gönnte, durch Edelsteine zu schauen, ist unter Historikern umstritten. Fest steht: Die Idee, mit getöntem Material die Augen zu schützen, war schon vor 2000 Jahren bekannt.

Wer heute durch das Kolosseum in Rom spaziert, kann sich lebhaft vorstellen, wie der Kaiser dort oben auf seinem Ehrenplatz saß – grüner Smaragd vor den Augen, während unten die Gladiatoren kämpften. Antiker Sonnenschutz mit kaiserlichem Flair.

Ibn al-Haitham: Der arabische Gelehrte, der Lichtschäden beschrieb

Bereits im 10. Jahrhundert formulierte der arabische Wissenschaftler Ibn al-Haitham (965–1039, im Mittelalter auch Alhazen genannt) eine erstaunlich präzise Warnung: Wenn das Auge in extrem grelles Licht schaue, leide es und werde verletzt. Wer direkt in die Sonne blicke, dem widerfahren Qualen.

Al-Haitham gilt als einer der Begründer der modernen Optik. Seine Beobachtung, dass intensives Licht dem Auge dauerhaft schaden kann, war wissenschaftlich ihrer Zeit weit voraus – und legte den Grundstein für die spätere Entwicklung von Lichtschutzgläsern.

Chinesische Richter: Rauchquarz als Pokerface

Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert nutzten chinesische Richter Brillen aus Rauchquarz – einem natürlich getönten Kristall. Die Gläser hatten eine doppelte Funktion: Sie schützten vor hellem Licht und verbargen gleichzeitig die Mimik des Richters. Niemand im Gerichtssaal sollte erkennen können, wie der Richter auf eine Aussage reagierte.

Die Idee, sich hinter dunklen Gläsern unlesbar zu machen, ist also keine Hollywood-Erfindung – sie ist gut 800 Jahre alt. Über Handelswege gelangte die Technik im 13. Jahrhundert nach Italien, wo venezianische Glasmacher auf der Insel Murano das Handwerk weiterentwickelten.

#Europa entdeckt die Sonnenbrille – vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

Venedig und Murano: Die Wiege europäischer Brillenkunst

Die Cristalleri von Murano – so nannten sich die venezianischen Glasmacher – perfektionierten ab dem 13. Jahrhundert die Herstellung von klarem, weißem Glas für optische Linsen. Wie entwickelten sich Sonnenbrillen in Europa im 18. Jahrhundert? Die Antwort beginnt tatsächlich schon früher.

Bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurden in Europa Brillen zum Schutz gegen die blendenden Sonnenstrahlen mit farbigen Gläsern versehen. Der Dresdner Brillenforscher Albert von Pflugk kam zu der Auffassung, dass zumeist grüne Gläser, seltener auch blaue Gläser zur Anwendung kamen. In China erlebte die Lichtschutzbrille in dieser Periode einen besonderen Aufschwung – dort fand man sie als Fadenbrille und Schläfenbrille. In Europa ging man noch weiter: Sogar Eingläser, Scherenbrillen, Zwicker und Monokel wurden mit Sonnenschutzgläsern bestückt.

Brillenmaterialien wie Stoff und Leder schirmten das Licht zusätzlich von der Seite ab. 1797 erfand der Engländer Richardson eine clevere Doppelbrille: Seitlich ließ sich ein grünes Glas vor die eigentlichen Brillengläser vorklappen. Diese Konstruktion erfreute sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts großer Beliebtheit.

Wichtig zu wissen: Sonnenschutzbrillen blieben bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Einzelanfertigungen. Von Massenproduktion war man noch weit entfernt – und die schädliche Wirkung der UV-Strahlung hatte man schlicht noch nicht erkannt.

Wer Venedig besucht, sollte unbedingt einen Abstecher nach Murano einplanen. Die jahrhundertealte Glaskunst ist UNESCO-Weltkulturerbe – und eine Art lebendiges Museum der Sonnenbrillen-Geschichte.

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Die Glasinsel Murano bei Venedig – Wiege der europäischen Brillenkunst

James Ayscough: Der vergessene Pionier

Der englische Optiker James Ayscough präsentierte 1752 die ersten Rauchglasbrillen, die der modernen Form bereits erstaunlich ähnlich sahen. Sein ursprüngliches Ziel war die Korrektur von Sehfehlern – den Sonnenschutz-Effekt entdeckte er quasi nebenbei. Ayscough war überzeugt, dass getöntes Glas bestimmte optische Probleme lindern könnte, und experimentierte mit verschiedenen Farbtönen.

Die Macht der Farben: Wissenschaftler streiten um den besten Schutz

Im 19. Jahrhundert entbrannte unter europäischen Optikern und Medizinern ein regelrechter Gelehrtenstreit um die beste Glasfarbe für den Augenschutz. Jede Farbe hatte ihre Verfechter.

Georg Bartisch beschrieb schon 1583 in seinem Buch „Ophthalmodouleia“ die augenstärkende Wirkung von Grün. Ludwig Böhm (1811–1869) empfahl dagegen blaue Gläser und ließ um 1840 in Rathenow Brillengläser in sechs verschiedenen Blaunuancen herstellen – gefärbt mit Kobaltoxid.

Heinrich Magus entschied sich 1875 für sogenannte „Rauchgläser“ mit Beimengungen von Braunstein und Nickel. Doch dann kam der entscheidende Durchbruch: Der französische Arzt Marie Theodore Fieuzal (1836–1888) wies nach, dass gerade die beliebten blauen Gläser die unsichtbaren, kurzwelligen Ultraviolettstrahlen hindurchließen. Da damals noch kein UV-Blocker verfügbar war, empfahl er gelbe Filtergläser – aus Glas mit Beimengungen von Eisen- oder Kupferoxid.

Der Augenoptiker Simon Plössl (1794–1868) führte 1829 den Begriff „isochromatisch“ für gleichmäßig über die gesamte Glasfläche getönte Gläser ein. Das war ein wichtiger Fortschritt, denn bei stark gewölbten Gläsern führten Dickenunterschiede zu ungleichmäßiger Tönung – ein Problem, das Plössl damit löste.

Wissenschaftler

Beitrag

Jahr

Simon Plössl

Isochromatische Gläser – gleichmäßige Tönung

1829

Ludwig Böhm

Blaue Kobaltoxid-Gläser in sechs Nuancen

um 1840

Heinrich Magus

Rauchgläser mit Braunstein und Nickel

1875

Marie Theodore Fieuzal

Nachweis: Blaue Gläser lassen UV durch

1880er

Christian Parschin

Englisches Patent für Bernstein-Schutzgläser

1830er

Johann Widmark

UV-Schäden am Auge durch Tierversuche belegt

Ende 19. Jh.

Alfred Vogt

Kurzwelliges UV schädigt Bindehaut und Hornhaut

1907/08

UV-Schäden wissenschaftlich belegt

Die eigentliche Wende kam durch harte Forschung. Der schwedische Augenarzt Johann Widmark wies durch Tierversuche Entzündungen des äußeren Augenabschnitts nach UV-Einwirkung nach. Und der Schweizer Ophthalmologe Alfred Vogt (1879–1943) veröffentlichte 1907/08 eine Studie, die zeigte: Kurzwelliges ultraviolettes Licht ist schädlicher als langwelliges und verursacht Entzündungen an Bindehaut und Hornhaut. 1926 fasste Vogt zusammen, dass auch infrarotes Licht schwere Dauerschäden an Augenlinse, Aderhaut und Netzhaut erzeugen kann.

Der Jenaer Physiker Hans Hartinger (1868–1951) unterteilte das Lichtspektrum schließlich in fünf physiologische Gruppen – von langwelligem Infrarot, das nur die äußeren Teile des Auges schädigt, bis hin zu kurzwelligem UV-Licht unter 314 nm, das Bindehaut- und Hornhautentzündungen verursacht. Diese Kategorisierung legte die Basis für die heutigen Schutznormen.

Erste Schutzgläser kamen unter klingenden Namen auf den Markt: „Fieuzal“, „Hallauer“, „Euphos“ und „Enixantos“ – Bezeichnungen, die heute längst vergessen sind, aber die Geburtsstunde des wissenschaftlich fundierten Sonnenschutzes markieren.

#Die Geburt einer Ikone – wie die Sonnenbrille im 20. Jahrhundert die Welt eroberte

Sam Foster und der Strand von Atlantic City

1929 passierte etwas Einfaches, aber Revolutionäres: Sam Foster verkaufte an einem Strand in Atlantic City, New Jersey, die ersten industriell gefertigten Sonnenbrillen an Badegäste. Seine Marke Foster Grant machte die Sonnenbrille erstmals für die breite Masse erschwinglich.

Atlantic City war damals das Reiseziel der amerikanischen Mittelschicht – Boardwalk, Strandpromenade, Sonne satt. Foster erkannte: Menschen am Strand brauchen Sonnenschutz und sie wollen dabei gut aussehen. Es war die perfekte Kombination aus Funktion und Lifestyle.

Die Industrie erkennt den großen Markt

Fast zeitgleich mit Foster Grant startete die optische Industrie ihre Serienproduktion. Die Firma Schott in Jena erzeugte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Schutzglas namens „Umbral“, das in vier Tönungsstufen angeboten wurde: 25 %, 50 %, 65 % und 80 % Lichtabsorption. Bausch & Lomb stellte bereits 1930 das erste Sonnenschutzglas in Serie her und brachte 1934 die erste „Fliegerbrille“ damit auf den Markt.

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1936 wurde diese Blendschutzbrille einem breiten Publikum vorgestellt. Im März 1937 war es dann soweit: Bausch & Lomb gab der Brille einen Namen, der Geschichte schreiben sollte – Ray-Ban. „Ban the rays“: Die Strahlen verbannen.

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Die Ray-Ban Aviator – seit 1937 eine Ikone unter den Sonnenbrillen

Wer erfand die Ray-Ban Aviator und wann genau?

Die Antwort beginnt mit einem Piloten. Colonel John A. Macready vom US Army Air Corps litt unter den extremen Bedingungen in großer Höhe: UV-Strahlung, Blendung, Kopfschmerzen. 1929 initiierte er bei Bausch & Lomb die Entwicklung einer speziellen Pilotenbrille.

Die Chronologie: 1935 entstanden die ersten Prototypen. 1936 wurde die Marke Ray-Ban gegründet. Im Mai 1937 folgte die offizielle Markteinführung der Aviator – mit tropfenförmigen Gläsern, die maximale Abdeckung boten, und den legendären grünen G15-Gläsern. Wichtiges Detail: Die G15-Gläser waren bewusst nicht polarisiert, denn Piloten mussten Reflexionen von anderen Flugzeugen erkennen können.

Josef Rodenstock hatte in Deutschland bereits 1879/80 sogenannte Diaphragma-Gläser patentiert – ein früher Vorläufer des UV-Schutzes. Zeiss entwickelte ab 1905 Umbral-Filter und erarbeitete in den 1920er-Jahren zusammen mit Hartinger physiologische Kategorien für Lichtschutz. Die Firma Persol (gegründet 1917 von Giuseppe Ratti in Turin) stellte Brillen mit flexiblen Bügeln her, die speziell für Piloten und Autofahrer gedacht waren.

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Der Polarisationsfilter: Erwin Käsemanns Durchbruch

Obwohl bereits 1808 Stefan Ludwig Malus das polarisierte Licht entdeckt hatte, dauerte es über ein Jahrhundert, bis die Technik für Sonnenbrillen nutzbar wurde. 1937 gelang dem deutschen Erfinder Erwin Käsemann der Durchbruch: Er lagerte lichtabsorbierende Farbstoffe in molekular geordnete Kolloidfolien ein, streckte sie zur parallelen Ausrichtung der Moleküle und verkittete die polarisierende Folie zwischen zwei Deckgläsern.

Polarisationsbrillen bewähren sich überall dort, wo starke Blendung durch reflektiertes Licht herrscht – auf Schneeflächen, Gletschern oder auch bei der Bildbetrachtung in Gemäldesammlungen. Auf See und im Straßenverkehr sind die Ergebnisse weniger überzeugend, da Wellenbildung und Fahrzeugunruhe die Lage der Polarisationsebene ständig verändern.

In den 1960er-Jahren brachte die Polaroid Corporation ihren Sonnenbrillenfilter auf den Markt. 1977 gelang Ito Optical in Tokyo die Herstellung polarisierender Gläser aus CR39-Kunststoff – ein Meilenstein für leichte, alltagstaugliche Sonnenbrillen.

Der Nachkriegs-Boom: Qualität gegen Massenware

Gleich nach Kriegsende warb Zeiss mit der neuen Umbral-Brille. Andere Firmen folgten und teilten sich den rasant wachsenden Markt. Dabei zeichneten sich schnell zwei Richtungen ab: Die billige Sonnenschutzbrille ohne optischen Qualitätsanspruch – vorwiegend von branchenfremden Geschäften vertrieben – und die wissenschaftlich fundierte Qualitäts-Sonnenschutzbrille, die von Augenoptikern und Optometristen individuell angepasst und verkauft wurde.

Diese Zweiteilung des Marktes besteht im Grunde bis heute.

#Sonnenbrillen bei Promis – wie Hollywood die Brille zur Ikone machte

Kein anderer Gegenstand profitierte so sehr von der Magie Hollywoods wie die Sonnenbrille. Sonnenbrillen bei Promis in der Vergangenheit zu verfolgen, ist wie eine Zeitreise durch Popkultur und Stil.

Audrey Hepburn und die Cat-Eye-Revolution

1961 trug Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany’s“ eine übergroße Cat-Eye-Brille von Oliver Goldsmith – Modell „Manhattan“. Der Look wurde zum Inbegriff von Eleganz und Feminität und definierte einen Sonnenbrillen-Trend, der bis heute nachwirkt. Von Jackie Kennedy über Lady Gaga bis Rihanna: Die Cat-Eye-Form ist ein Dauerbrenner.

Tom Cruise und der Top-Gun-Effekt

Kaum ein Film hat den Verkauf einer Sonnenbrille so befeuert wie „Top Gun“ (1986). Tom Cruise als Maverick mit seiner Ray-Ban Aviator – das war Coolness in Reinform. Die Verkaufszahlen explodierten auf geschätzte 40.000 verkaufte Paare pro Tag. Das Sequel „Top Gun: Maverick“ (2022) löste eine erneute Welle aus. Die Aviator ist seitdem untrennbar mit dem Piloten-Image verbunden.

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Ikonische Sonnenbrillen-Momente in der Filmgeschichte

Welche Prominenten trugen Ray-Ban Wayfarer?

Die Wayfarer-Geschichte liest sich wie ein Who’s Who der Popkultur. Die bekanntesten Wayfarer-Träger reichen von 1960er-Ikonen bis zu modernen Popstars.

Schon in den frühen Jahren trugen James Dean, John F. Kennedy und Muhammad Ali die markante Brille. In den 1960er- und 70er-Jahren übernahmen Musiker die Rolle als Trendsetter: Bob Dylan, Roy Orbison, Andy Warhol und Elvis Costello machten die Wayfarer zum Statement der Gegenkultur.

Der große Durchbruch kam 1980 mit den „Blues Brothers“ und 1983 mit Tom Cruise in „Risky Business“. Danach war die Wayfarer überall: Michael Jackson, Madonna, George Michael, Depeche Mode, Billy Joel – die Liste liest sich wie ein Konzertprogramm der 80er. In den 2000er-Jahren erlebte das Modell dank Hipster-Kultur und Retro-Trend ein beeindruckendes Revival.

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Weitere Star-Momente

Steve McQueen verewigte die faltbare Persol 714 in „Thomas Crown Affair“ (1968) – seine Original-Brille wurde später für 70.000 US-Dollar versteigert. Don Johnson machte die Carrera 5512 in „Miami Vice“ (1984–1990) zum Stil-Statement der 80er. Und die Ray-Ban Predator wurde durch „Men in Black“ zur futuristischen Agenten-Brille.

In Italien war es Marcello Mastroianni, der die Persol 649 zum Inbegriff des italienischen Film-Glamours machte. Der Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ (GAG512) erwähnt, dass sogar politische Figuren wie der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky durch ihre typische Sonnenbrille zu Style-Ikonen wurden.

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#Die bekanntesten Sonnenbrillen der Welt – ein Vergleich

Was sind die wohl bekanntesten Sonnenbrillen? Die Antwort ist erstaunlich klar: Eine Handvoll Modelle dominiert seit Jahrzehnten die Bestsellerlisten und die Popkultur. Hier ist der große Überblick – inklusive Einordnung für alle, die wissen wollen, welches Modell zu ihnen passt.

Unterschiede zwischen Aviator und Wayfarer Modellen

Diese Frage wird so oft gegoogelt, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient. Beide Modelle stammen von Ray-Ban, könnten aber unterschiedlicher kaum sein.

Die Aviator (1937) wurde für das Militär entwickelt. Tropfenförmige Gläser, dünner Metallrahmen, leicht und funktional. Sie vermittelt zeitlosen Piloten-Charme und passt besonders gut zu eckigen, markanten Gesichtern.

Die Wayfarer (1952) war dagegen ein reines Modeprodukt. Trapezförmige Gläser, ein markanter Acetat-Rahmen – bold, selbstbewusst, retro. Sie harmoniert besonders mit runden und ovalen Gesichtsformen.

Beide sind zeitlose Klassiker, aber mit völlig unterschiedlicher DNA: Die Aviator sagt „Ich bin ein Abenteurer“, die Wayfarer sagt „Ich habe Stil“.

Merkmal

Ray-Ban Aviator

Ray-Ban Wayfarer

Einführung

1937

1952

Gestell

Dünnes Metall

Acetat (Kunststoff)

Gläserform

Tropfenförmig

Trapezförmig

Stil

Timeless, Piloten-Coolness

Bold, Retro-Edgy

Ideal für

Eckige, markante Gesichter

Runde, ovale Gesichter

Gewicht

Leicht

Etwas schwerer

Ursprung

Militär (Piloten)

Zivilmode

Preis-Range

130–200 €

130–180 €

Vergleich Ray-Ban Aviator vs Persol 649

Wer einen italienischen Gegenentwurf zur amerikanischen Aviator sucht, landet unweigerlich bei der Persol 649. Das Design unterscheidet sich fundamental: Während die Aviator auf dünnen Metallrahmen setzt, bietet die Persol 649 eine dickere Acetatfassung in einer Panto-/Pilotform mit den charakteristischen Meflecto-Federbügeln und dem ikonischen Pfeil-Scharnier.

Das Tragegefühl ist entsprechend verschieden. Die Aviator wirkt leichter, utilitaristischer – „Utility Cool“. Die Persol 649 fühlt sich massiver an, mit stärkerem Retro-Italo-Look und aufwendigeren Scharnieren. Beim Image trennen die beiden Welten: Aviator gleich US-Piloten und Military-Cool, Persol 649 gleich italienischer Film-Klassiker à la Marcello Mastroianni.

Preise der ikonischen Persol 714 Sonnenbrille

Die Persol 714 – das faltbare Modell, das Steve McQueen berühmt machte – liegt in der Standard-Ausführung (Modell PO0714) preislich bei etwa 180 bis 250 €, je nach Farbe und Polarisationsoption. Spezielle „Steve McQueen“-Editionen und seltene Farbvarianten kosten deutlich mehr: 250 bis 400+ € im regulären Handel, bei Sammlern teils erheblich darüber.

Wo kaufen: Original Alpina M1 limitierte Edition

Die Alpina M1 ist ein Sammlerstück aus den 1980er-Jahren – kein Modell, das man mal eben im Laden mitnimmt. Original limitierte Editionen wie die Alpina M1 Titanium (1986) werden von spezialisierten Vintage-Händlern als NOS-Einzelstücke (New Old Stock) angeboten, typischerweise um 1.499 €. Andere M1 Limited Edition Varianten (etwa Gold/Lila, 1987) finden sich gelegentlich für rund 700 €. Wer hier zuschlagen möchte, sollte auf Authentizität und Zustand achten.

Ähnliche Modelle zu Cartier Malmaison

Die Cartier Malmaison ist eine luxuriöse, vergoldete Metallfassung mit feinen, leicht ovalen Gläsern und teils Holz- oder Edelmetallakzenten. Wer einen ähnlichen Look sucht, wird bei der Cartier Santos de Cartier Wood-Serie fündig – platin- oder goldplattierte Aviator-Formen mit Holzbügeln. Auch hochpreisige Brillen von Marken wie Dita, Jacques Marie Mage oder Lindberg Precious bewegen sich in einem ähnlichen Luxus-Segment mit vergleichbarem Materialmix.

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Die Ikonen auf einen Blick

Modell

Marke

Berühmt durch

Stilmerkmal

Preis-Range

Aviator

Ray-Ban

Top Gun, Piloten

Tropfen-Metall

130–200 €

Wayfarer

Ray-Ban

Blues Brothers, JFK

Trapez-Acetat

130–180 €

714

Persol

Steve McQueen

Faltbar, Acetat

180–400+ €

649

Persol

Mastroianni

Panto-Acetat, Pfeil

150–250 €

5512

Carrera

Miami Vice

Bold, 80er

150–250 €

Cat-Eye

Diverse

Audrey Hepburn

Feminine Spitzen

ab 80 €

M1

Alpina

80er-Kult

Bold, limitiert

700–1.500+ €

Clubmaster

Ray-Ban

80er-Preppy

Browline

130–180 €

Predator

Ray-Ban

Men in Black

Futuristisch

120–170 €

Malmaison

Cartier

Luxus-Segment

Vergoldet, edel

1.500+ €

#Wie schützen moderne Sonnenbrillen vor UV-Strahlen – und was ist wirklich wichtig?

Von Neros Smaragden bis zu heutigen High-Tech-Gläsern war es ein langer Weg. Aber was ist wichtig bei Sonnenbrillen – wirklich wichtig? Dieser Abschnitt erklärt, worauf es beim Kauf ankommt. Denn Wissenswertes zu Sonnenbrillen geht weit über Marken und Design hinaus.

UV400: Der Standard, der zählt

Moderne Gläser mit UV400-Kennzeichnung blockieren 100 % der UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung bis 400 Nanometer Wellenlänge. Und hier kommt ein entscheidender Punkt: Auch helle oder leicht getönte Gläser können UV400-Schutz bieten. Die Tönung allein sagt nichts über den UV-Schutz aus.

Im Gegenteil: Dunkle Gläser ohne UV-Filter sind gefährlicher als gar keine Brille. Denn die dunkle Tönung weitet die Pupillen – und lässt so noch mehr schädliche Strahlung ins Auge. Heute haben hochwertige Brillengläser sogar in gänzlich weißer Ausführung einen UV-Schutz integriert.

Die CE-Kennzeichnung garantiert in Europa einen Schutz bis mindestens 380 nm. Sie ist ein Minimum – UV400 bietet mehr.

Filterkategorien nach ISO 12312-1

Kategorie

Lichtdurchlässigkeit

Einsatz

0

80–100 %

Innenräume, bewölkte Tage

1

43–80 %

Leichte Sonne

2

18–43 %

Mitteleuropäischer Sommer

3

8–18 %

Strand, Mittelmeer, Berge

4

3–8 %

Hochgebirge, Gletscher (nicht für Autofahren!)

Für die meisten Reisen ist Kategorie 3 die richtige Wahl. Wer in die Alpen geht oder Gletscherwanderungen plant, braucht Kategorie 4. Aber Achtung: Damit darfst du nicht ans Steuer.

Phototrope Gläser: Die Chamäleons unter den Brillen

Mitte der 1960er-Jahre entwickelte die amerikanische Firma Corning Glass Works in New York die ersten phototropen Gläser. Silberhalogenide in der Glasmasse vermindern bei UV-Strahlung automatisch die Lichtdurchlässigkeit – das Glas wird dunkler. 1986 schuf Rodenstock das erste phototrope Kunststoffglas.

Für Reisende sind phototrope Gläser ideal, weil sie sich automatisch an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen – vom dunklen Museum direkt raus in die Sonne, ohne Brillenwechsel.

Polarisation: Mehr als nur ein Buzzword

Polarisationsfilter eliminieren Blendung durch reflektiertes Licht – etwa von Wasseroberflächen, nassen Straßen oder Schnee. Für Wassersport, Skifahren und lange Autofahrten sind sie ideal. Einziger Nachteil: LCD-Displays von Handy oder Navigationsgerät können durch polarisierte Gläser schwerer lesbar sein.

  • UV400-Schutz: Blockiert 100 % UV-Strahlung bis 400 nm
  • CE-Kennzeichnung: EU-Mindeststandard (bis 380 nm)
  • Kategorie 3: Ideal für die meisten Reisen
  • Polarisationsfilter: Top gegen Blendung auf Wasser und Straße
  • Phototrope Gläser: Perfekt für wechselnde Lichtverhältnisse
  • Kategorie 4: Nicht zum Autofahren erlaubt!
  • Dunkle Gläser ohne UV-Filter: Gefährlicher als keine Brille

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#Fazit: 4000 Jahre auf der Nase

Die Sonnenbrille hat eine Reise hinter sich, die selbst den weitgereistesten Globetrotter beeindrucken dürfte. Von den Knochengestellen der Inuit über Kaiser Neros Smaragde, die farbigen Gläser venezianischer Glasmacher und die UV-Forschung mutiger Wissenschaftler bis hin zu Tom Cruise auf dem Motorrad – die Geschichte der Sonnenbrille ist eine Geschichte von menschlicher Erfindungsgabe, von Eitelkeit und echtem Schutzbedürfnis.

Ob am Strand von Atlantic City, wo Sam Foster 1929 seinen ersten Karren aufstellte, auf den Gletschern der Alpen oder auf einem Roadtrip durch Kalifornien: Die richtige Sonnenbrille schützt nicht nur deine Augen – sie erzählt auch eine Geschichte. Deine Geschichte.

Pack sie ein. Und falls du dich zwischen Aviator und Wayfarer nicht entscheiden kannst? Nimm einfach beide mit. In 4000 Jahren Brillengeschichte hat noch niemand gesagt: „Ich habe zu viele Sonnenbrillen dabei.“

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Häufig gestellte Fragen zur Geschichte der Sonnenbrille

Wer hat die Sonnenbrille erfunden?

Es gibt keinen einzelnen Erfinder. Die ältesten bekannten Sonnenbrillen sind die Schneebrillen der Inuit, die vor rund 4000 Jahren aus Walrossknochen oder Treibholz geschnitzt wurden. Kaiser Nero nutzte im 1. Jahrhundert Smaragde als Blendschutz. Die moderne Sonnenbrille entstand im frühen 20. Jahrhundert – maßgeblich durch Bausch & Lomb (Ray-Ban) und Foster Grant.

Seit wann gibt es Sonnenbrillen?

Primitive Formen des Sonnenschutzes für die Augen gibt es seit mindestens 4000 Jahren (Inuit-Schneebrillen). Getönte Gläser zum Augenschutz werden seit dem 15. Jahrhundert in Europa verwendet. Die erste moderne Sonnenbrille in heutiger Form stellte James Ayscough 1752 vor. Die Massenproduktion begann 1929 mit Foster Grant.

Warum heißt Ray-Ban „Ray-Ban“?

Der Name bedeutet „ban the rays“ – die Strahlen verbannen. Er verweist auf den ursprünglichen Zweck: Piloten der US-Armee vor UV-Strahlung und Blendung in großer Höhe zu schützen. Die Marke wurde 1936 von Bausch & Lomb gegründet.

Was sind die Unterschiede zwischen Aviator und Wayfarer Modellen?

Aviator (1937): tropfenförmige Gläser, dünner Metallrahmen, entwickelt als Militärbrille für Piloten – ideal für eckige Gesichter. Wayfarer (1952): trapezförmige Gläser, markanter Acetat-Rahmen, reines Modeprodukt – harmoniert mit runden und ovalen Gesichtern. Beide sind zeitlose Klassiker mit komplett unterschiedlicher DNA.

Welche Prominenten trugen Ray-Ban Wayfarer?

James Dean, JFK, Muhammad Ali, Bob Dylan, Roy Orbison, Andy Warhol, Elvis Costello, Madonna, Michael Jackson, George Michael, Depeche Mode, Billy Joel und Tom Cruise (in „Risky Business“, 1983). Die Wayfarer ist die meistgetragene Sonnenbrille der Popkulturgeschichte.

Was sind die bekanntesten Sonnenbrillen der Welt?

Die ikonischsten Modelle: Ray-Ban Aviator (1937), Ray-Ban Wayfarer (1952), Persol 714 (Steve McQueens Faltbrille), Persol 649 (Mastroiannis Filmbrille), Carrera 5512 (Miami Vice), Cat-Eye (Audrey Hepburn), Alpina M1 (80er-Sammlerstück) und Ray-Ban Clubmaster.

Wie schützen moderne Sonnenbrillen vor UV-Strahlen?

Moderne Gläser mit UV400-Kennzeichnung blockieren 100 % der UV-Strahlung bis 400 nm. Die CE-Kennzeichnung garantiert Schutz bis mindestens 380 nm. Zusätzlich bieten Polarisationsfilter Blendschutz und phototrope Gläser passen sich automatisch an die Lichtverhältnisse an. Die Tönung allein sagt nichts über den UV-Schutz aus.

Wer erfand die Ray-Ban Aviator und wann genau?

Colonel John A. Macready vom US Army Air Corps initiierte 1929 die Entwicklung bei Bausch & Lomb. 1935 entstanden die ersten Prototypen, 1936 wurde die Marke Ray-Ban gegründet, und im Mai 1937 kam die Aviator offiziell auf den Markt – mit tropfenförmigen Gläsern und den legendären grünen G15-Gläsern.

Darf ich mit jeder Sonnenbrille Auto fahren?

Nein. Kategorie-4-Gläser mit über 92 % Lichtabsorption sind für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Sie sind für Hochgebirge und Gletscher gedacht. Für Autofahrten eignen sich Kategorie 2–3, idealerweise mit Polarisationsfilter gegen Straßenblendung.

Woran erkenne ich eine gute Sonnenbrille?

Vier Merkmale: CE-Kennzeichnung oder UV400-Label als Grundvoraussetzung, keine optischen Verzerrungen beim Durchschauen, stabiler Rahmen ohne scharfe Kanten und guter Sitz ohne Druckstellen. Die Tönung allein sagt nichts über die Qualität des UV-Schutzes.

Was ist der Unterschied zwischen Ray-Ban Aviator und Persol 649?

Aviator: tropfenförmig, dünner Metallrahmen, leicht, US-Military-Charme, ab 130 €. Persol 649: dickere Acetatfassung, Panto-Form, Meflecto-Federbügel mit Pfeil-Scharnier, italienischer Retro-Glamour, ab 150 €. Die Aviator wirkt utilitaristischer, die Persol eleganter.

Welche Sonnenbrille eignet sich am besten für Reisen?

Das hängt vom Reiseziel ab: Strand und Mittelmeer erfordern Kategorie 3, eventuell polarisiert. Hochgebirge und Gletscher brauchen Kategorie 4 mit seitlichem Schutz. Für Städtetrips reicht Kategorie 2–3. Auf Roadtrips sind polarisierte Gläser gegen Straßenblendung die beste Wahl.

Gibt es einen Podcast über die Geschichte der Sonnenbrille?

Ja. Der Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ (GAG) veröffentlichte in Folge GAG512 „Eine kleine Geschichte der Sonnenbrille“ (Juli 2025). Die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer beleuchten darin die Entwicklung im 20. Jahrhundert, kulturelle Hintergründe und unterhaltsame Anekdoten.

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