Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Vorarlberg
Am Bregenzer Hafen liegt der Betonkubus des Kunsthauses so nüchtern am Wasser, dass man erst beim Näherkommen begreift, wie viel Licht darin steckt.
Bregenz ist der logische Startpunkt. Im Juli und August spielen hier die Bregenzer Festspiele Oper auf der Seebühne, der größten Freilichtbühne der Welt, die jedes zweite Jahr für ein neues, oft riesenhaftes Bühnenbild direkt im Bodensee errichtet wird – Karten dafür gehen Monate im Voraus weg, buche früh. Ganzjährig lohnt das Kunsthaus Bregenz von Peter Zumthor, ein Milchglas-Betonkubus mit wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. In der höher gelegenen Oberstadt steht der barocke Martinsturm mit seiner mächtigen Zwiebelhaube; von den alten Gassen geht der Blick über die Dächer auf den See.
Der beste Rundblick kostet eine kurze Seilbahnfahrt: Die Pfänderbahn bringt dich vom Ufer in wenigen Minuten hinauf auf gut 1.020 Meter, und von der Aussichtsterrasse überblickst du den ganzen Bodensee, das Rheindelta und an klaren Tagen die Kette der Schweizer und Bayerischen Alpen. Oben gibt es einen kleinen Wildpark und einen Alpenwildpark-Rundweg, den auch Familien schaffen. Wer will, wandert den Berg auf gut markierten Wegen wieder hinunter nach Bregenz – rund anderthalb bis zwei Stunden abwärts durch Wald und über Wiesen.
Vorarlberg ist außerdem ein Wallfahrtsort für Architekturfans. Über das ganze Land verteilt stehen preisgekrönte Bauten aus Holz und Beton: die Kapelle Salgenreute bei Krumbach, die schlichten Buswartehäuschen desselben Ortes, für die internationale Architekten Entwürfe lieferten, der Werkraum Bregenzerwald in Andelsbuch von Peter Zumthor, das Vorarlberg Museum in Bregenz. In Dornbirn, der größten Stadt des Landes, führt das inatura als lebendiges Naturmuseum durch die Tier- und Pflanzenwelt der Region, gleich daneben öffnet sich die enge Rappenlochschlucht.
Ein letzter Klassiker liegt südlich: die Schattenburg über Feldkirch, eine der besterhaltenen Burganlagen Vorarlbergs, mit Museum und Burgschenke im Innenhof. Von der mittelalterlichen Altstadt mit ihren Laubengängen ist es nur ein Sprung über die Grenze nach Liechtenstein. Wer Zeit hat, plant die Sehenswürdigkeiten nicht als Abhakliste, sondern verteilt sie auf die Täler, durch die er ohnehin fährt – in Vorarlberg liegt selten etwas mehr als eine Stunde auseinander.




























