Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali
Kurz nach sechs, wenn die Reisterrassen noch im Dunst liegen und die ersten Bauern zwischen die Halme steigen, gehört dir Bali für eine Stunde fast allein.
Fang im Hochland an: Die Reisterrassen von Tegallalang nördlich von Ubud sind der Klassiker, ein grünes Amphitheater aus Stufen, das sich in ein Tal legt – geh vor acht Uhr hin, bevor die Reisebusse und die Schaukeln der Instagram-Betreiber die Ruhe schlucken. Wer Weite und weniger Trubel sucht, fährt weiter nach Jatiluwih im Westen, einer UNESCO-gelisteten Kulturlandschaft, in der das jahrhundertealte Subak-Bewässerungssystem noch die ganzen Hänge terrassiert. Beide zeigen dir, warum Reis auf Bali mehr ist als ein Nahrungsmittel: ein religiös getakteter Kreislauf, der die Landschaft formt.
Von Ubud aus liegen gleich mehrere Wasserfälle in Reichweite: Der Tegenungan stürzt breit in ein Dschungelbecken und ist von der Stadt in einer halben Stunde erreicht, der schmalere Tibumana und der Kanto Lampo mit seinen fächerförmigen Kaskaden liegen etwas weiter östlich. Für alle gilt: früh los, festes Schuhwerk für die oft rutschigen Stufen und ein Blick auf den Himmel, denn nach starkem Regen führen die Fälle braunes Wasser und die Strömung wird gefährlich. Der Eintritt ist gering und wird meist bar in Rupiah kassiert.
Im Zentrum und Osten der Insel prägen Vulkane das Bild: Der Mount Batur ist der Sonnenaufgangsberg schlechthin – ein geführter Nachtaufstieg bringt dich in gut zwei Stunden auf den Kraterrand, wo du über dem Nebelmeer sitzt, während die Sonne hinter dem heiligen Agung aufgeht. Der Gunung Agung selbst ist mit über 3.000 Metern der höchste Berg Balis und ein aktiver Vulkan; seine Besteigung ist deutlich anspruchsvoller und nicht immer möglich. Schon die Fahrt hinauf ins Hochland von Kintamani mit Blick über die Caldera lohnt den halben Tag.
Plane die Sehenswürdigkeiten nach Himmelsrichtung, nicht nach Wunschliste: Balis Straßen sind eng und der Verkehr im Süden zäh, sodass 30 Kilometer schnell anderthalb Stunden brauchen. Bündle deshalb, was nah beieinanderliegt – Tegallalang, Ubud und die Wasserfälle an einem Tag, die Tempel des Südens an einem anderen, den Vulkan als eigene, frühe Tour. Ein privater Fahrer für rund einen Tagessatz nimmt dir die Navigation ab und weiß, wann welcher Ort am leersten ist; das ist auf Bali oft die halbe Miete.







