Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Djerba
Am frühen Vormittag, bevor die Ausflugsbusse aus der Hotelzone eintreffen, liegt der Souk von Houmt Souk noch im Schatten und du hörst nur das Klappern der ersten Rollläden.
Fang in Houmt Souk an, dem Hauptort der Insel: Ein Netz überdachter Gassen führt an Töpferware, Teppichen, Gewürzbergen und Silberschmuck vorbei, dazwischen liegen die Fondouks – ehemalige Karawansereien, deren Innenhöfe heute Cafés und kleine Hotels beherbergen. Am Hafen wacht die Festung Borj el Kebir aus dem 15. Jahrhundert über das Wasser; von ihren Mauern siehst du die Fischerboote ein- und auslaufen. Geh früh oder gegen Abend, wenn die Tagesgruppen weg sind und der Ort wieder den Djerbanern gehört.
Das kulturelle Schwergewicht der Insel liegt im Dorf Erriadh, wenige Kilometer südlich: Die Synagoge El Ghriba zählt zu den ältesten jüdischen Heiligtümern Nordafrikas und ist Ziel einer jährlichen Wallfahrt rund um das Lag-BaOmer-Fest. Ihr Inneres ist über und über mit blauen Kacheln ausgeschlagen, dazwischen hängen Öllampen von der Decke. Für den Besuch gilt: Kopfbedeckung für Männer, angemessene Kleidung, und an Wallfahrtstagen ist mit strengen Kontrollen zu rechnen – informiere dich vorab über die aktuelle Lage.
Im selben Dorf überzieht Djerbahood die weißen Hauswände mit Straßenkunst: Ab 2014 bemalten über hundert Künstler aus rund dreißig Ländern Fassaden, Türen und Winkel des Ortes, und viele der Werke sind bis heute erhalten. Nimm dir Zeit zum Schlendern, denn die besten Motive stecken in Seitengassen abseits der Hauptwege. Weiter südlich dreht sich in Guellala seit Generationen die Töpferscheibe – dort brennen Werkstätten den eisenroten Ton der Insel zu Amphoren und Geschirr, das du direkt ab Werkstatt kaufst.
Für einen kompakten Überblick lohnt der Djerba Explore Park an der Küstenstraße Richtung Hotelzone: eine Krokodilfarm mit mehreren hundert Tieren, das Museum Lalla Hadria mit islamischer Kunst und ein nachgebautes Inseldorf, das Handwerk und Alltag zeigt. Wer lieber Natur sieht, fährt zur Sandzunge Ras Rmel im Norden, nördlich von Houmt Souk, der sogenannten Flamingo-Insel: Bei Ebbe wandert man über eine schmale Sandbank hinaus, an der sich je nach Saison rosa Flamingos sammeln. Beide Ziele füllen zusammen mit Houmt Souk gut einen ganzen Tag.







