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Was ist Dufry? Alles über den weltweit führenden Travel-Retail-Anbieter

Entdecke, was hinter dem Weltmarktführer im Travel Retail steckt! Dufry betreibt über 5.500 Duty-Free-Shops in 75+ Ländern und bietet exklusive Produkte für Reisende – von Luxusparfüms bis zu limitierten Spirituosen.

2.200 AUFRUFE

Dufry ist – beziehungsweise war – der weltweit größte Betreiber von Duty-Free- und Travel-Retail-Shops an Flughäfen, Kreuzfahrthäfen, Grenzübergängen und anderen Reise-Hubs. Seit der Umbenennung im Jahr 2023 firmiert das Unternehmen offiziell unter dem Namen Avolta – ein Schritt, der die strategische Neuausrichtung hin zu einem ganzheitlichen Reiseerlebnis-Konzept symbolisiert. Wer also fragt „Was ist Dufry?", erhält heute die Antwort: Dufry ist das frühere Markengesicht dessen, was nun als Avolta bekannt ist.

Warum das für Reisende wichtig ist

Kaum ein Reisender, der regelmäßig durch große internationale Flughäfen läuft, kommt an Dufry – respektive Avolta – vorbei. Das Unternehmen betreibt über 5.500 Shops in mehr als 75 Ländern und ist damit der unangefochtene Marktführer im Duty-Free-Segment. Von Sydney über São Paulo bis Zürich: Die charakteristischen Stores mit ihren Parfüm-Countern, Spirituosen-Regalen und Luxusgütern prägen das Bild moderner Flughäfen weltweit.

Für Reisende ist das aus mehreren Gründen relevant. Erstens bietet die schiere Größe des Netzwerks ein konsistentes Einkaufserlebnis, das internationale Standards garantiert. Zweitens ermöglicht die Marktmacht von Avolta exklusive Produktlinien und limitierte Editionen, die ausschließlich im Travel-Retail-Kanal erhältlich sind – besonders begehrt bei Whisky-Sammlern, Parfüm-Liebhabern und Beauty-Fans. Drittens profitieren Reisende von Loyalitätsprogrammen wie der „RED by Dufry"-App, über die Rabatte und personalisierte Angebote zugänglich sind.

Was Avolta von einem klassischen Einzelhändler unterscheidet: Das Unternehmen versteht sich als Erlebnisanbieter für Reisende – ähnlich wie ein digitaler Concierge, der das Warten zwischen Gates in ein kuratiertes Shopping-Erlebnis verwandelt.

In der Praxis

Konkret begegnet dir Avolta an nahezu jedem großen internationalen Flughafen: Die Stores sind in der Regel nach dem Sicherheitsbereich und der Passkontrolle angesiedelt, also im Bereich, den ausschließlich Passagiere mit gültigem Boarding Pass betreten können. Dort gelten die Regelungen des steuerfreien Einkaufs, die je nach Reiseroute variieren – bei Flügen innerhalb der EU entfallen die klassischen Duty-Free-Vorteile, bei Abflügen in Drittstaaten hingegen nicht.

Praktisch bedeutet das: Du kannst am Dufry/Avolta-Counter hochwertigen Scotch Whisky zu Preisen kaufen, die im stationären Einzelhandel selten erreichbar sind – vorausgesetzt, du verlässt die EU. Für Reisen innerhalb Europas lohnt sich ein Blick auf das sogenannte Travel-Free-Angebot, das steueroptimiertes Grenzshopping abbildet.

Ein weiteres Praxis-Detail: Flüssigkeiten, die im Duty-Free-Shop gekauft werden, dürfen in einer speziellen, versiegelten STEB-Bag (Security Tamper-Evident Bag) auch durch weitere Sicherheitskontrollen – etwa bei Umsteigeflügen – mitgenommen werden, sofern die Versiegelung intakt ist.

Zur Eigentümerfrage: Avolta (früher Dufry) ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Basel. Hauptaktionär ist der südkoreanische Duty-Free-Riese Hotel Shilla sowie die Hudson's Bay Company – ein Geflecht aus strategischen Investoren ohne einen einzelnen Mehrheitseigentümer im klassischen Sinne. Ein häufig in diesem Zusammenhang gesuchter Begriff – „Wem gehört Opel heute?" – hat übrigens nichts mit Dufry zu tun: Opel gehört zum Stellantis-Konzern und ist ein völlig eigenständiges Unternehmen aus der Automobilbranche.

Worauf du achten solltest

  • Preisvergleich lohnt sich: Nicht jedes Duty-Free-Produkt ist automatisch günstiger als im Heimatland – besonders bei Kosmetik und Schokolade sind die Unterschiede oft marginal.
  • Mengenbeschränkungen beachten: Je nach Zielland gelten strikte Einfuhrlimits für Alkohol, Tabak und Parfüm – informiere dich vor dem Kauf.
  • Loyalty-App nutzen: Die RED-by-Dufry-App (nun Avolta-Programm) bietet registrierten Nutzern regelmäßig Rabattaktionen, die an der Kasse nicht automatisch gewährt werden.
  • Umsteigepassagiere aufgepasst: Bei Verbindungsflügen können Duty-Free-Einkäufe an Zwischenstopps unter Umständen konfisziert werden, wenn die STEB-Bag-Regelung nicht eingehalten wird.

Tipps

  • Bestelle vorausbestellbare Produkte online vor deinem Abflug – viele Avolta-Stores bieten einen „Reserve & Collect"-Service an.
  • Vergleiche Preise bei limitierten Spirits-Editionen mit Fachhandel zuhause, da Travel-Retail-Exklusivitäten nicht immer günstiger, aber oft seltener sind.
  • Für Vielflieger mit Bleisure-Reisen lohnt sich eine systematische Nutzung der Loyalty-Programme, da Punkte über mehrere Trips akkumuliert werden können.
  • Behalte dein Boarding-Pass-Dokument beim Einkauf griffbereit – in einigen Ländern ist die Vorlage für steuerfreie Käufe Pflicht.

Häufig gestellte Fragen

An welchen Flughäfen finde ich Dufry-Shops?

Dufry — seit 2023 nach Fusion mit Autogrill als „Avolta" firmiert — betreibt Duty-Free- und Reisedetail-Geschäfte an über 2.300 Standorten in 75 Ländern. In Deutschland sind alle großen Flughäfen abgedeckt: Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Hamburg, Düsseldorf. International dominieren die Standorte Heathrow (London), JFK (New York), Dubai, Singapur Changi und Madrid Barajas. An vielen kleineren Regionalflughäfen ist Dufry der einzige Travel-Retail-Anbieter. Die Filialen heißen je nach Region „Dufry", „World Duty Free", „Hudson News" oder „Hellenic Duty Free" — alle gehören zum gleichen Konzern.

Sind die Preise bei Dufry günstiger als im Stadtzentrum?

Bei Spirituosen und Tabak: meist deutlich günstiger, weil Verbrauchssteuern entfallen — bis zu 30 Prozent unter Apothekenpreis. Bei Parfüm und Kosmetik: ähnlich oder leicht günstiger als im Drogeriemarkt, oft mit Reisegröße-Sortiment. Bei Süßwaren, Alkohol-Mixen und Souvenirs: oft TEURER als im normalen Einzelhandel — Dufry kalkuliert hier mit Touristenmargen. Faustregel: Premium-Spirituosen und Tabak lohnen, alles andere vergleichen Sie vorher zuhause online. Wer regelmäßig fliegt, kann sich die kostenlose Dufry „Red" Treuekarte holen — Punktesystem mit gelegentlichen Rabatten von 10 bis 20 Prozent.

Welche Zollmengen darf ich bei Dufry für deutsche Bürger einkaufen?

Bei Rückkehr aus Drittstaaten (außerhalb EU) gelten die Reisefreimengen: 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 Gramm Rauchtabak (eine Wahl), 1 Liter Spirituosen über 22 Volumenprozent oder 2 Liter unter 22 Volumenprozent, 4 Liter Stillwein, 16 Liter Bier sowie weitere Waren bis 430 Euro Wert (Flug- und Schiffsreisen). Über diese Mengen hinaus müssen Sie deklarieren und Einfuhrabgaben zahlen. Innerhalb der EU gelten generöse Eigenbedarfs-Mengen. Wichtig: Dufry-Shops im Schengen-Raum (etwa Lufthansa-Drehscheibe Frankfurt) verkaufen die meisten Produkte mit deutscher Mehrwertsteuer — kein Duty-Free-Vorteil.

Wie unterscheidet sich Dufry von Travel FREE?

Dufry/Avolta ist Travel-Retail an Flughäfen und teils Bahnhöfen — die Kunden sind Flugreisende mit gültigem Boarding Pass, der oft beim Bezahlen verlangt wird. Travel FREE dagegen sind Grenzshops auf der Straße, hauptsächlich in Tschechien, Polen, Slowenien — Kunden kommen mit dem Auto. Preisstrukturen unterscheiden sich: Dufry hat Premium-Sortiment und Touristenmargen, Travel FREE eher Standardware mit Volumenrabatten. Beide nutzen Verbrauchssteuer-Vorteile, aber unterschiedlich: Dufry beim Verlassen des EU-Raums, Travel FREE durch günstigere Beschaffung im Ursprungsland. Für Flugreisen Dufry, für Tagesfahrten an die Grenze Travel FREE.

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