Kreditkarten-Lexikon: Ihr umfassender Ratgeber

Auslandseinsatzgebühr

Die Auslandseinsatzgebühr ist der prozentuale Aufschlag deiner Bank auf Kartenzahlungen und Abhebungen in Fremdwährung – üblicherweise 1,5 bis 2 % des Umsatzes. Sie wird oft auch Fremdwährungsgebühr genannt und ist das wichtigste Kostenkriterium bei der Wahl einer Reise-Kreditkarte.

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Wenn du außerhalb der Eurozone mit Karte zahlst oder Bargeld abhebst, berechnet dir deine Bank dafür meist einen prozentualen Aufschlag: die Auslandseinsatzgebühr. Sie liegt üblicherweise bei 1,5 bis 2 % des Umsatzes und wird oft auch Fremdwährungsgebühr genannt – gemeint ist in der Regel dasselbe. Weil die Gebühr bei jeder einzelnen Zahlung anfällt, summiert sie sich über einen Urlaub schnell zu einem spürbaren Betrag. Für Reise-Kreditkarten ist sie deshalb das wichtigste Kostenkriterium.

Wie funktioniert die Auslandseinsatzgebühr?

Die Auslandseinsatzgebühr erhebt die Bank, die deine Karte ausgegeben hat – nicht der Händler und nicht der Geldautomat. Sie wird als Prozentsatz auf jeden Umsatz in Fremdwährung berechnet und steht im Preis-Leistungs-Verzeichnis deiner Karte, oft unter dem Namen „Auslandseinsatzentgelt“. Innerhalb der Eurozone zahlst du in Euro ohne diesen Aufschlag. Fällig wird die Gebühr vor allem bei Zahlungen in Fremdwährung – etwa in der Schweiz, in Großbritannien, den USA oder Thailand. Manche Banken berechnen sie außerdem für Euro-Zahlungen außerhalb der EU; ein Blick ins Preisverzeichnis lohnt sich also vor jeder Reise.

Abgrenzung: Fremdwährungsgebühr und Automatengebühr

Fremdwährungsgebühr und Auslandseinsatzgebühr bezeichnen weitgehend dasselbe: den Aufschlag deiner eigenen Bank auf Umsätze in fremder Währung. Davon zu unterscheiden ist die Automatenbetreiber-Gebühr: Sie wird von einem Dritten erhoben, nämlich vom Betreiber des Geldautomaten vor Ort, und dir direkt beim Abheben angezeigt. Auch eine Karte ohne Auslandseinsatzgebühr schützt dich nicht vor dieser Betreibergebühr – du umgehst sie nur, indem du Automaten wählst, die keinen Aufschlag verlangen, meist die von regulären Filialbanken.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du gibst in drei Wochen Thailand-Urlaub 2.000 € mit deiner Kreditkarte aus – für Hotels, Restaurants und Ausflüge. Bei 1,75 % Auslandseinsatzgebühr zahlst du dafür 35 € extra, ohne jede Gegenleistung. Hebst du zusätzlich fünfmal je 200 € Bargeld ab, fallen auf diese 1.000 € weitere 17,50 € an – zusammen 52,50 € nur an Auslandseinsatzgebühr. Mit einer Karte ohne diesen Aufschlag würden dieselben Umsätze schlicht zum Wechselkurs des Kartennetzwerks abgerechnet, und du sparst den kompletten Betrag.

Darauf solltest du achten

  • Preisverzeichnis prüfen: Die Gebühr steht im Preis-Leistungs-Verzeichnis deiner Karte – oft als „Auslandseinsatzentgelt“ oder „Fremdwährungsgebühr“ bezeichnet.
  • Reisekarte gezielt wählen: Reist du regelmäßig außerhalb der Eurozone, lohnt sich eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr fast immer.
  • Immer in Landeswährung zahlen: Bietet dir das Terminal oder der Automat die Abrechnung in Euro an (Dynamic Currency Conversion), lehne ab – der Kurs ist fast immer schlechter als der des Kartennetzwerks.
  • Automatenwahl beachten: Betreibergebühren fallen unabhängig von deiner Karte an; Automaten von Filialbanken sind meist günstiger als freistehende Geräte am Flughafen oder in Touristenvierteln.
  • Abhebegebühren mitrechnen: Neben dem Prozentaufschlag verlangen viele Banken zusätzlich eine feste Gebühr pro Bargeldabhebung im Ausland.

Häufige Fragen

Welche Bank nimmt keine Gebühren im Ausland?

Einige Banken und Kartenanbieter verzichten vollständig auf die Auslandseinsatzgebühr, teils auch auf Abhebegebühren. Welche Angebote das aktuell sind, ändert sich regelmäßig – entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verzeichnis der jeweiligen Karte. Denk daran: Die Gebühr des Automatenbetreibers vor Ort kann trotzdem anfallen.

Was kostet Geld abheben mit EC-Karte im Ausland?

Mit der Girocard (früher EC-Karte) zahlst du außerhalb der Eurozone meist eine feste Gebühr von rund 5 bis 10 € pro Abhebung, teils plus Prozentaufschlag auf den Fremdwährungsbetrag. Für Reisen ist eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatz- und Abhebegebühr in der Regel deutlich günstiger.

Wie kann ich im Ausland gebührenfrei Bargeld abheben?

Nutze eine Karte, die weder Auslandseinsatz- noch Abhebegebühren berechnet – dann rechnet deine Bank zum Wechselkurs des Kartennetzwerks ab. Wähle zusätzlich Automaten von Filialbanken statt freistehender Geräte und lass dir den Betrag immer in Landeswährung statt in Euro abrechnen.

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