#Charge-Karte oder Debitkarte: Was du da eigentlich beantragst
Unter „Firmenkreditkarte“ laufen zwei sehr unterschiedliche Produkte, und der Antragsweg unterscheidet sich entsprechend. Charge-Karten wie die Amex Business Gold oder Business Platinum sammeln alle Umsätze und rechnen sie gebündelt ab — mit bis zu 50 beziehungsweise 58 Tagen Zahlungsziel. Dafür prüft der Anbieter die Bonität und vergibt statt eines festen Limits einen dynamischen Verfügungsrahmen. Eine Business-Debitkarte wie bei Qonto hängt dagegen am Geschäftskonto: Du eröffnest zuerst das Konto, die Karte bucht direkt vom Guthaben ab, einen Kreditrahmen gibt es nicht. Diese Weiche stellst du vor dem Antrag — sie bestimmt Unterlagen, Prüfungstiefe und was dich im Alltag erwartet.
Charge-Karten (Amex Business): gebündelte Abrechnung, Zahlungsziel, Bonitätsprüfung
Debitkarten (Qonto): ans Geschäftskonto gebunden, Rahmen ist das Guthaben
Die Produktwahl bestimmt Unterlagen, Prüfungstiefe und Antragsweg
#Dynamisches Limit statt fester Rahmen: Was die Prüfung bedeutet
Ein festes, im Preisverzeichnis nachlesbares Limit gibt es bei den Amex Business-Karten nicht: Der Verfügungsrahmen wird dynamisch aus Bonität, Zahlungshistorie und Ausgabeverhalten gebildet und entwickelt sich mit der Nutzung. Für den Antrag heißt das: Der Anbieter bewertet neben dem Unternehmen regelmäßig auch die Person dahinter — bei Selbstständigen ist beides ohnehin kaum zu trennen. Kontogebundene Debitkarten kommen ohne Kreditrahmen aus; hier stehen Identitätsprüfung und Unternehmensdaten im Mittelpunkt, nicht die Kreditwürdigkeit.
#Erstjahr, Bonus, Auslandseinsatz: Die Rechnung vor der Unterschrift
Rechne vor dem Antrag mit den Zahlen ab dem zweiten Jahr: Die Business Gold ist im ersten Jahr ohne Jahresgebühr, danach kostet sie 175 € pro Jahr; die Business Platinum liegt durchgehend bei 850 €; Qonto bepreist das Geschäftskonto tarifabhängig — in der hier verglichenen Variante 108 € im Jahr. Auch Willkommensboni gehören nüchtern gerechnet: Die 200.000 Punkte der Business Platinum setzen 15.000 € Umsatz in den ersten sechs Monaten voraus. Und wer viel außerhalb des Euroraums zahlt, addiert Fremdwährungsgebühren dazu — 2 % bei den Amex-Karten, 1,75 % bei Qonto.



