Kyoto
Tausend Jahre Hauptstadt, zweitausend Tempel – und eine Stadt, die man morgens um sechs besucht.
Reisen nach Kyoto
Kyoto hat ein Problem, das man einplanen muss: Fast alles, was man sehen will, sehen zur selben Zeit auch alle anderen. Zwischen neun und siebzehn Uhr ist der Bambuswald ein Menschenstrom und Kinkaku-ji eine Warteschlange. Vor acht Uhr und nach siebzehn Uhr ist beides fast leer. Wer den Tag danach ausrichtet, erlebt eine andere Stadt – und die Zeit dazwischen gehört den Vierteln, in denen kein Reisebus hält: Nishijin, das nördliche Hügelland, die Gassen östlich des Kamo-Flusses.
Höhepunkte in Kyoto
Fushimi Inari-TaishaTausende rote Torii den Berg hinauf, rund um die Uhr offen
Bambuswald ArashiyamaGrünes Licht und Knarren im Wind – nur früh
Kiyomizu-deraHolzterrasse über dem Hang, Blick über die ganze Stadt
Gion am AbendHolzfassaden, Laternen und der Kanal von Shirakawa
Higashiyama im Osten
Der Osthang trägt die bekanntesten Tempel und die schönsten Gassen: Kiyomizu-dera, Ninenzaka, Ginkaku-ji und dazwischen der Philosophenweg am Kanal. Wer hier wohnt, ist morgens vor den Bussen oben.

Arashiyama im Westen
Bambushain, Tenryū-ji-Garten, die Togetsukyō-Brücke über dem Fluss und der Affenberg mit Blick über die Stadt. Ein halber Tag, der früh beginnen muss – oder erst am späten Nachmittag lohnt.

Die Mitte und der Fluss
Zwischen Nishiki-Markt, Nijō-jō und dem Kamo-Ufer liegt das Kyoto, in dem gearbeitet und gegessen wird. Im Sommer stellen die Lokale am Fluss ihre Holzterrassen über das Wasser.
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